PROGRAMM 2021

Filme

Full Metal Village

Donnerstag, 14. Oktober, 19:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie und Drehbuch: Cho Sung-Hyung, Deutschland, 2006, 90 Min., 18+

Der Film wird von der Filmkritikerin Nelli Muminova vorgestellt.

Full Metal Village setzt sich mit der kuriosen und liebenswürdigen Begegnung zweier Kulturen auseinander. Er dokumentiert das Bild der kleinen schleswig-holsteinischen Gemeinde Wacken, deren Identität und Zusammenhalt ohne das „Wacken-Open-Air“, eines der größten Heavy Metal Festivals weltweit mit ca. 40.000 Besuchern, nicht mehr denkbar scheint. Vor diesem Hintergrund zeichnet die gebürtige Koreanerin Sung-Hyung Cho ein Porträt der Gemeinde und seiner Bewohner: Bauernschläue, Religiosität und Provinzschönheit vor der Kulisse des immer wiederkehrenden Wahnsinns eines Festivals.
Ausgezeichnet mit dem Max Ophüls Preis 2007, dem Hessischen Filmpreis 2006 und dem Filmpreis Schleswig-Holstein.
 In der 28-jährigen Geschichte des Max Ophüls Preises ist FULL METAL VILLAGE der erste Dokumentarfilm, der den Hauptpreis gewonnen hat.

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Private Chroniken. Monolog

Samstag, 16. Oktober, 17:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie Vitali Manski, Russland/Finnland, 1999, 94 Min.,18+

Der Film wird von der Filmkritikerin Nelli Muminova vorgestellt.

In Private Chroniken gibt es keine einzige professionell gefilmte Bildeinstellung. Alles wurde von sowjetischen Menschen geschaffen: von Amateurfilmern, die bescheidene Familienchroniken drehten, die nur für sie selbst bestimmt waren. Die 60er, die 70er, die 80er Jahre... Unsere Kindheit, unsere Jugend und die Jugend unserer Eltern. 
Ein Lied, ein Film, ein Idol. Kindergarten, Schule, Pionierlager, Institut und Armee. Alles ist wie bei allen anderen. Unser Leben. Wer erinnert sich nicht an das Rumpeln der kleinen Filmkamera, an die Heimvorführungen von 8-mm-Filmen... 
Jahre sind vergangen, das Leben hat sich verändert, und die auf wundersame Weise erhaltenen alten Filmausschnite der Familienleben helfen uns, in die Vergangenheit zurückzukehren, was nicht immer ein Vergnügen ist. "Private Chroniken. Ein Monolog" ist nicht nur ein Porträt der Zeit. 
Der Held des Films ist ein "typischer Vertreter", ein "Durchschnittstyp", ein Mann, der am 11. April 1961 geboren wurde, einen Tag bevor Juri Gagarin ins All flog. Gemeinsam mit ihm erleben wir seine ersten Schritte, seine ersten Schuljahre, seine erste Liebe, seine erste sexuelle Erfahrung, seine ersten Verrat und seine ersten Erleuchtungen, bis hin zum Jahr 1986. Danach ist in der UdSSR das begonnen hat, was die einen den Anfang und die anderen das Ende nennen.
Preise: 
Sonderpreis beim Message to Man IFF in St. Petersburg 
Besondere Erwähnung der Kritiker beim Kinotavr-Festival.


Schnee von gestern

Samstag, 16. Oktober, 19:30
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie Yael Reuveny, Deutschland / Israel, 2013, 96 Min., 18+

Der Film wird von der Filmkritikerin Nelli Muminova vorgestellt.

Die Geschwister Michla und Feiv'ke sind die einzigen Überlebenden der jüdischen Familie Schwarz aus Wilna. Nach dem Krieg verpassen sie sich am Bahnhof im polnischen Łódź. Jeder denkt, dass er der einzige Überlebende der Familie ist. Beide ziehen einen Strich unter ihre bisherigen Biographien, entscheiden sich für das Leben und gründen eigene Familien. Feiv‘ke unter dem Namen Peter Schwarz in Deutschland, ausgerechnet in dem Ort, in dem er im Arbeitslager war, und seine Schwester Michla in Israel. Ihren Kindern und Enkeln aber lässt das verpatzte Treffen keine Ruhe. Möglicherweise ist es wahr, dass Dinge sich an nur einem Tag entscheiden können, dass eine verlorengegangene Botschaft im Jahre 1945 zwischen einem Bruder und seiner Schwester das Leben vieler beeinflussen kann, über Jahrzehnte hinweg. „Schnee von gestern“ ist ein epischer Dokumentarfilm von der jungen Filmemacherin Yael Reuveny über Familiengeschichten, die vererbt werden wie die Farbe der Augen. Eine persönliche Reise zwischen Israel und Deutschland.
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Vaterlandsverräter

Dienstag, 19. Oktober, 19:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie Annekatrin Hendel, Deutschland, 2011, 90 Min., 18+

Der Film wird von der Filmkritikerin Nelli Muminova vorgestellt.

Ein dokumentarisches Porträt des DDR-Schriftstellers Paul Gratzik, der als „IM Peter“ 20 Jahre lang Freunde und Kollegen im Auftrag der Staatssicherheit bespitzelte, bevor er sich Anfang der 1980er selbst enttarnte. Eine vielschichtige Auseinandersetzung mit einem schillernden Protagonisten.

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The Last Russian Limousine

Donnerstag, 21. Oktober, 19:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43

Regie und Drehbuch Darja Chljostkina (Schule für Dokumentarfilm und Theater von Marina Razbezhkina und Michail Ugarov), Russland, 2013, 73 Min., 18+

Der Film wird von Marina Razbezhkina vorgestellt.

Michail, Andrei, Nina, Wladimir, Nadja und Ljuda arbeiten beim Moskauer Lichatschow-Automobilwerk (ZIL). Sie alle – Leiter, Ingenieure, einfache Arbeiter – sind mit dem unerbittlichen Niedergang des Werks konfrontiert und klammern sich an eingefahrene Routinen. Als sie den Auftrag bekommen, drei Limousinen für die Teilnahme an der Siegesparade zu produzieren, die einzeln handgefertigt werden und in sowjetischen Zeiten das Herzstück jeder Militärparade auf dem Roten Platz waren, versucht das Team von handverlesenen Spezialisten mit pochendem Herzen zu zeigen, was es wert sind.
Der beste Dokumentarfilm des Festivals Artdocfest 2013, Träger des Nationalpreises „Lorbeerzweig“ als „Bester Film 2013“, Preis des Andrei-Tarkovskij- Festivals „Spiegel“ 2014.

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Herr Bachmann und seine Klasse

Freitag, 22. Oktober, 14:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie, Buch und Cut Maria Speth, Deutschland, 2021, 217 Min., 18+

Q&A mit der Regisseurin.

Wo ist ein Mensch zu Hause? In der wechselvollen Geschichte der hessischen Stadt Stadtallendorf haben Fremde sowohl Ausgrenzung als auch Integration erfahren. Heute hilft dort der engagierte und empathische Lehrer Dieter Bachmann seinen Schüler*innen, sich zumindest so zu fühlen als wären sie zu Hause. Die 12- bis 14-jährigen Schüler*innen kommen aus verschiedenen Ländern und sprechen zum Teil noch kein Deutsch. Bevor er demnächst in Pension geht, möchte der Lehrer bei den angehenden Bürger*innen noch die Neugier auf ganz unterschiedliche Beschäftigungsfelder, Themen, Kulturen und Lebensentwürfe wecken.
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Coup

Freitag, 22. Oktober, 19:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie & Drehbuch: Sven O. Hill, Deutschland, 2019, 82 Min., 18+

Q&A mit dem Regisseur.

Sommer 1988: Ein 22-jähriger Bankangestellter, Familienvater, Rocker, raubt seiner Bank Millionen. Aber nicht mit Pistole und „Hände hoch“, sondern indem er eine Sicherheitslücke entdeckt und mit einem ausgetüftelten Coup die Beute zur Seite schafft. Mit den geklauten Millionen setzt er sich nach Australien ab und weiht erst von dort aus am Telefon seine Lebensgefährtin ein. Sie will aber nicht zu ihm nachkommen. Damit hat er nicht gerechnet. Sein Aufenthalt im australischen Luxushotel wird zum goldenen Käfig, die wachsende Sehnsucht nach dem gemeinsamen kleinen Sohn immens. Seine Lebensgefährtin stellt ihn vor die Wahl: Zurück zum gehassten Durchschnittsleben, aber zu seinem geliebten Sohn oder weiterhin das ausschweifende Leben eines Millionärs. “Ich habe das Geld doch für euch geklaut! Für uns! Was mach’ ich denn jetzt?” Der Film erzählt in einem Mix aus Spiel-, Doku- und Animationsfilm die wahre und unglaubliche Geschichte eines außergewöhnlichen Bankangestellten, beruhend auf den Original-Interviews.
Preise 
Hessischer Film- und Kinopreis, Kategorie Spielfilm 2020 
Förderpreis Neues Deutsches Kino, Hofer Filmtage 2019 
Preis der Schüler-Jury, Biberacher Filmfestspiele 2019 
Prädikat besonders wertvoll der Filmbewertungsstelle

Die Heimreise

Samstag, 23. Oktober, 13:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie, Drehbuch und Kamera Tim Boehme, DEutschland, 2020, 97 Min., 18+

Bernd Thiele wäre so gern „normal“, doch seine Mutter trank in der Schwangerschaft Alkohol und schädigte so sein Gehirn. Schon als Säugling wurde er vom Berliner Jugendamt aus seiner Familie genommen. Bernd kennt seine Mutter nicht, seinen Vater nicht, und auch seine Schwester nicht – überhaupt weiß er so gut wie nichts über seine Vergangenheit und Herkunft, denn der 38-jährige hat seine gesamte Kindheit und Jugend in Heimen und bei Pflegeeltern verbracht: „Manchmal denke ich, ich bin geklont; dass ich gar kein echter Mensch bin“, erklärt der drahtige Mann traurig, der heute die Schweine auf einem Biobauernhof betreut. Aber Bernd ist fest entschlossen, sich seine Identität zurückzuholen, und begibt sich mit seinem pfiffigen Arbeitskollegen Joann auf eine Heimreise in die Vergangenheit. Über Hamburg wollen die zwei Männer vom Lande in Bernds Geburtsstadt Berlin fahren, denn dort gibt es eine heiße Spur!

Hey! Teachers!

Samstag, 23. Oktober, 15:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie & Buch Yulia Vischnevets, Russland, 2020, 90 Min., 18+

Der Film wird von der Regisseurin vorgestellt.

Zwei junge Lehrer Katya und Vasya kommen in eine kleine Provinzstadt an. Sie sind keine ausgebildeten Pädagogen, arbeiten aber mit den Kindern gern. Sie wollen so gerne “was Gutes für die Zeiten tun” und träumen das Schulsystem zu ändern.  Aber die Realität da ist viel komplizierter. Die Hälfte der Schüler wollen nach der 9. Klasse in eine Berufsschule gehen. Die Kinder interessieren sich wenig für kreative Sachen, in die Schule gehen sie, wie zur Zwangsarbeit. Behalten Katya und Vasya ihren Enthusiasmus? Schaffen sie es, den Kontakt mit den schwierigen Jugendlichen aufzubauen? Bleiben sie in der Schule im nächsten Jahr?
Der erste abendfüllender Dokumentarfilm "Hey! Teachers!" nahm an verschiedenen internationalen Filmfestivals teil, u.a. am IDFA (Programm  Best of Fests), erhielt eine besondere Erwähnung der Jury beim Krakow International Film Festival und beim Golden Apricot International Film Festival (Jerewan), sowie den Nationalen Filmpreis „Lorbeerzweig” als bester Dokumentarfilm.

Maman, Maman, Maman

Samstag, 23. Oktober, 17:30
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-433
Regie  Lucia Margarita Bauer, Deutschland, 2019, 37 Min., 18+

Viel zu selten erleben wir den Prozess des Abschiednehmens als absurde, potenziell sogar urkomische Geschichte. Lucia Margarita Bauers Großmutter Babet Berger starb am 6. April 2012. Die Geschichte ihrer halbkriminellen Überführung vom süddeutschen Riedlingen via Paris (inklusive Bustour und Seine-Rundfahrt) ins französische Grab ihres Ehemanns war Ausgangspunkt zum Film Maman Maman Maman mit dem sich Lucia auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln begibt und wie selbstverständlich an der einen oder anderen Abzweigungen hängen bleibt. Wie schon bei ihrem Debütfilm Die Schlange im Einmachglas aus dem Jahr 2013 bedient sich Lucia in Maman Maman Maman zahlreicher filmischer Quellen - Briefe, Fotos, Gegenstände aller Art, Handyfilme der Cousinen, eigene Aufnahmen der Urgroßeltern, sowie Super-8-Filme der Großmutter selbst. Entstanden ist ein kaleidoskopartiges Anti-Portrait, dessen Partikel in alle Richtungen streben, dessen Zentrum aber bis zum Schluss obskur bleibt – über das Leben und die tiefe Verwandtschaft von Tragik und Komik, Slapstick und Tod.
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Bless you! 

Samstag, 23. Oktober, 17:30
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie & Cut Tatiana Chistova, Russland, 2020, 31 Min., 18+

Der Film wird von der Regisseurin vorgestellt.

 Tatiana Chistova ist in St. Petersburg unterwegs. Die Kamera steht auf der Straße, zeigt Gründerzeit-Fassaden wie alte Trutzburgen, an denen der Putz abblättert, alles aus der Froschperspektive. Die Mauern haben kaum ein Fenster. Wenn, dann ist der Vorhang zugezogen. Menschen hinter Mauern, könnte man sagen. Alte Menschen. Auf die Tonspur ist ein Sorgentelefon montiert. Alte Leute und ihre Angst in dieser Corona-Zeit: Kein Geld, keine Arbeit, keine Perspektive. Oder klingt da auch eine Kritik an Putin durch? Weil das Leben einen schon vorher krank werden ließ? Die Frage bleibt offen.





Pepperstein, Surreality-Show

Samstag, 23. Oktober, 19:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie Evgeny Mitta, Russland, 2021, 70 Min., 18+

Der Film wird vom Regisseur vorgestellt.

Anschließend Werkstattgespräch mit Evgeny Mitta.

Film vom Chroniker der modernen Kunst Evgenii Mitta erzählt über den größten Trickster russischer Kunstszene. Pavel Pepperstein ist einer der bedeutendsten Künstler seiner Generation und aktiver Kunstschaffende internationalen Kunstszene. “Pepperstein” erforscht die Ursprünge und Schlüsselereignisse im Leben und Werk des Schöpfers des "psychedelischen Realismus". Der Film wurde im Laufe von sechs Jahren gedreht. Pepperstein erzählt von seiner Kindheit im Kreis von Moskauer Konzeptualisten, den Freunden seines Vaters Viktor Pivovarov und den Raves der 90er Jahre und seine Grafik erwacht durch Animationen und ergänzt so das Kaleidoskop des Künstlerlebens. 

The Secretary of Ideology

Samstag, 23. Oktober, 21:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43

Regie, Buch und Kamera Yuriy Pivovarov, Russland (Schule für Dokumentarfilm und Theater von Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov), 2019, 50 Min., 18+

Der Film wird vom Regisseur vorgestellt.

Ivan Komendatov ist nur 16 Jahre alt. Aber er ist schon ein Ideologie-Sekretär beim Stalingrader Bezirkskomitee des Moskauer Komsomol. Er möchte so gerne schon erwachsen sein, deshalb nimmt er mit Begeisterung jede Aufgabe an: sei es der Aufschwung der Weltwirtschaft oder Sondermission ein Mädchen zu verführen.
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Rose

Samstag, 23. Oktober, 21:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43

Regie, Drehbuch und Kamera Nina Guseva, Russland (Schule für Dokumentarfilm und Theater von Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov), 2019, 43 Min., 18 +

Der Film wird von der Regisseurin vorgestellt.

"Was ist Erfolg? Gibt es dieses Konzept in der Natur? Erfolgreicher Baum oder nicht erfolgreicher Baum? Es ist nur ein Baum. Erfolgreicher Vogel oder nicht? Es ist nur ein Vogel" - das sind die Gedanken von Rosa Khayrullina, einer der außergewöhnlichsten Schauspielerinnen unserer Zeit.






Quicksilver Chronicles

Sonntag, 24. Oktober, 13:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie Ben Guez & Sasha Kulak, Russland / USA, 2019, 85 Min, 18+


New Idria ist eine nicht mehr bewohnte Bergbaustadt in Kalifornien, eine Folge der ökologischen und wirtschaftlichen Katastrophe. Geschwister Kate und Kemp Woods sind die einzigen Bewohner der Stadt. Dieser Film erzählt über eine unerklärliche menschliche Fähigkeit die Orte, die ganz furchtbar und einsam sind, mit Energie und Leben zu erfüllen. Das ist ein Porträt einer Geisterstadt und der letzten Lebensjahre der Leute, die ihre Jugend mit der Hoffnung auf eine alternative Version der “American dream” verbracht haben.
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Garagenvolk

Sonntag, 24. Oktober, 15:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Buch & Regie Natalija Yefimkina, Deutschland, 2020, 95 Min., 18+

Q&A mit der Regisseurin.

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrjoschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich. 
Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so vielfältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

Walchensee Forever


Sonntag, 24. Oktober, 18:00
Kino "Zarya", Prospekt Mira 41-43
Regie & Buch Janna Ji Wonders, Deutschland, 2020, 110 Min., 18+

Q&A mit der Regisseurin.

Regisseurin Janna Ji Wonders erzählt die Geschichte der Frauen ihrer Familie über ein Jahrhundert. Verbindendes Element und stiller Chronist ist der bayerische Walchensee, an dem die Familie 1920 ein Ausflugscafé eröffnet, das bis heute existiert. Die imposante Gründerin Apa vermacht ihrer Erstgeborenen Norma das Unternehmen, das diese ohne zu klagen bis ins hohe Alter führt. Normas Töchter Anna und Frauke verlassen den See. Sie wollen sich befreien und bereisen als Musikerinnen die Welt. Doch sie kehren zurück und leben in einer Kommune um Rainer Langhans. Frauke, die sich nach der großen Liebe sehnt, kommt auf mysteriöse Weise ums Leben und wird für die Hinterbliebenen zum Irrlicht. Die rastlose Anna zieht in die USA, wo sie ungeplant eine Tochter bekommt. Von den Schatten der Vergangenheit gerufen, kehrt sie mit Tochter Janna zurück an den Walchensee, wo Großmutter Norma für die Enkeltochter zur wichtigen Bezugsperson wird. Als Regisseurin sucht Janna Antworten auf die Fragen wie: Was ist Heimat? Wie sehr prägt mich meine Herkunft? Was zählt am Ende wirklich? Und findet Anhaltspunkte in der Verbundenheit von vier Generationen von Frauen mit unterschiedlichen Lebenskonzepten.

Events

Werkstattgespräch mit Marina Razbezkina

Donnerstag, 21. Oktober, 13:00
Ort: Schule für kreative Industrien, Ul. Azovskaya 4







Werkstattgespräch mit Evgeniy Mitta für die Teilnehmer der Schule für kreative Industrien

Freitag, 22. Oktober, 17:00
Ort: Schule für kreative Industrien, Ul. Azovskaya 4









Der runde Tisch zum Thema „Beobachtungsmethode im Dokumentarfilm: von tragbaren Kameras bis zu Gadgets “

Samstag 23. Oktober, 11:00
Ort: Schule für kreativen Industrien, Ul. Azovskaya 4
ModeratorInnen: Mikhail Ratgauz, Nelli Muminova und Alexey Artamonov



Kinowerkstatt für die Teilnehmer der „Schule für kreative Industrien”
Essayfilm

18-23 Oktober
Ort: Schule für kreativen Industrien, Ul. Azovskaya 4
Coaches: Katja Fedulova & Anar Imanov



Gäste und Teilnehmer

Marina Razbezhkina

Regisseurin, Produzentin, Pädagogin, Gründerin der „Schule für Dokumentarfilm und Theater von Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov“

Wurde in Kazan geboren.

1971 absolvierte die Philologische Fakultät der Staatlichen Universität Kazan. Seit 2004 unterrichtet Dokumentarfilmregie. 2009 gründete sie Schule für Dokumentarfilm und Theater.

Preisträgerin vieler russischer Filmfestivals, darunter des Nationalpreises „Lavrovaja Vetv/Lorbeerzweig“, Mitglied des KinoSojus, der Russischen Akademie für Filmkunst „Nika“, der Europäischen Filmakademie und der American Academy of Motion Picture Arts and Sciences “Oscar”. Autorin von über 30 Dokumentarfilmen und zwei Spielfilmen. Gewinnerin mehreren russischen und ausländischen Filmfestivals.


Mikhail Ratgauz

Journalist, Redakteur, Filmkritiker

Absolvent der Philologischen Fakultät der Staatlichen Universität Moskau. Studierte am Aufbaustudium Film (Universität Hamburg). Von 2005 bis 2008 arbeitete er als Redakteur beim Magazin Esquire Russia, von 2008 bis 2012 war er stellvertretender Chefredakteur und Gesellschaftsredakteur bei Openspace.ru, seit 2012 ist er stellvertretender Chefredakteur und Gesellschaftsredakteur bei Colta.ru.

Er kuratierte das Bildungsprojekt School of Civil Journalism (2015, gemeinsames Projekt von Colta.ru und dem Komitee für Bürgerinitiativen), NOW. Constructing Contemporaneity Festival (Colta.ru, Garage Museum of Contemporary Art und Heinrich-Böll-Stiftung, 2016-2019) und eine Reihe von Programmen auf Filmfestivals (Internationales Filmfestival Moskau, "Zerkalo" usw.).  


Nelly Muminova 

Regisseurin, Produzentin, Filmkritikerin, Journalistin

Wurde 1973 in der Ukraine geboren.

Ausbildung: Fachbereich Filmwissenschaft am VGIK, Werkstatt von Evgeny Gromov: Redakteurin, Filmkritikerin.

Filnindustrie:

-       Leiterin von Sonderprojekten, Filmgesellschaft “Central Partnership”

-       Herstellungsleiterin des Dokumentarfilms “War and peace. The view from Russia” für Al Jazeera International 2019

-       Regisseurin des abendfüllenden Dokumentarfilms “Extreme Park”, RIFF-2018

-       Produzentin des Films von Vladimir Kozlov “Anomie”, Sonderpreis der Jury des Warschauer Filmfestivals, Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg, Filmfestival «Dvizhenie»/Movement-2016

Medienarbeit:

-       “Exberliner” - Kritekerin

-       “Über Kultur” (Kultusministerium) - Kritikerin, Kolumnistin

-       English-Russischer Guide “inTravel”- Chefredakteurin

-       Presseagentur “Russkij Zapad/Russisches Westen” - Journalistin, Filmrezensentin

Zur Zeit:

-       Führung der Dokumentarprojekte

-       Drehbuchschreiben 


Katja Fedulova

Regisseurin

Wurde 1975 in Leningrad, UdSSR (heute St. Petersburg, Russland) geboren.

1993 wurde sie in der Muchina Kunstakademie in St. Petersburg aufgenommen, floh aber ein Jahr später aus dem Chaos der Perestroika nach Deutschland und begann ihr Studium an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel (1994-2000) Nach ihrem Diplom bewirbt sie sich erfolgreich für das Filmstudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.


Anar Imanov

Literaturwissenschaftler, Journalist, Übersetzer und Drehbuchautor 

geb. 1980. Studium der Philosophie und Slavistik an der Universität zu Köln. Arbeitet als Literaturwissenschaftler, Journalist, Übersetzer und Drehbuchautor. Lebt in Berlin.



Tatiana Chistova

Regisseurin und Cutterin

Tatiana Chistova wurde in Leningrad geboren und absolvierte ihr Studium an der philologischen Fakultät der Staatlichen Universität Sankt-Petersburg. Während ihr Studium arbeitete sie bei Lenfilm als Regieassistentin und später als zweite Regisseurin. 2005 - 2007 studierte Tatiana an der Hochschule für Drehbuchautoren und Regisseure in Moskau und schaffte mehrere Werke.

Yulia Vischnevets

Journalistin und Dokumentarfilmregisseurin

Yulia Vishnevets ist eine Journalistin und Dokumentarfilmregisseurin aus Moskau. Sie hat auch zahlreiche Reportagen, Fotoessays und Fernsehberichte zu sozialen Themen verfasst. Sie absolvierte der Fakultät für Philologie der Staatlichen Universität Moskau. Yylia arbeitete bei Lenta.ru, Nachrichtenmagazin “Russki Reporter”/(Russischer Reporter)” und hat auch mehrere Videoreportagen für die Deutsch Welle verfasst. Seit 2019 arbeitet sie im Projekt "Signs of Life".

Ihr Kurzfilm “Shies”, der zusammen mit Konstatin Solomatin gedreht wurde, erhielt den Preis von unabhängigen Media “Redkollegia”.

Der erste Long Metrage Dokumentarfilm "Hey! Teachers!" nahm an verschiedenen internationalen Filmfestivals teil, u.a. am IDFA ( Programm  Best of Fests), erhielt eine besondere Erwähnung der Jury beim Krakow International Film Festival und beim Golden Apricot International Film Festival (Jerewan), sowie den Nationalen Filmpreis „Lorbeerzweig” als bester Dokumentarfilm


Sasha Kulak

Regisseurin und Kamerafrau

Sasha wurde in Vitebsk, Belarus geboren und ist Masterstudentin am Central Saint Martins (London). Als Regisseurin und Kamerafrau arbeitet sie mit einer Vielzahl von Medien und Formaten wie Foto, Dokfilme und Fashion Videos. Ihre Filme haben an internationalen und russischen Filmfestivals teilgenommen und wurden mit Preisen ausgezeichnet - IDFA, HotDocs, Vision du Reel, MIFF, Artdocfest, Beat, Message to Man, etc.

Ben Guez

Regisseur 

Ben Guez wurde 1983 in der UdSSR geboren und mit 9 Jahren nach Chicago umgezogen. 2006 absolvierte er University of Arizona mit Schwerpunkt Lateinamerikanistik. Ben hat Metropolen und isolierte Kommunen der Nord- und Südamerika erforscht. Seine letzte Kurzfilme “The Memory of Turtles” und “Valentina” nahmen an den internationalen Festivals teil. 

Yuriy Pivovarov 

Regisseur, Autor und Kameramann


Yuriy Pivovarov wurde 1990 in Selenograd geboren. Nach dem Schulabschluss studierte er drei Jahre an der philosophischen Fakultät der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität. Seit 2013 arbeitete Yuriy als Kameraassistent. 2019 absolvierte er die Schule für Dokumentarfilm und Theater von Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov.

Nina Guseva

Regisseurin, Autorin

Nina Guseva wurde 1988 in Moskau geboren. Sie machte 2011 ihren Abschluss an der Moskauer Kunsttheaterschule und arbeitet seitdem als Schauspielerin im Moskauer Kunsttheater, im Theater der Nationen und im Meyerhold-Zentrum.   2019 absolvierte sie die Schule für Dokumentarfilm und Theater von Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov.


Evgeny Mitta

Regisseur und Produzent

Absolvent des Staatlichen V.I. Surikov-Instituts Moskau. Zusammen mit seinen Studienkollegen gründete er 1988 die erste private Galerie für moderne Kunst in Moskau – „Erste Galerie“. Evgeny Mittas Bilder und Installationen wurden in Gruppen- und Einzelausstellungen in Europa, USA, Russland und Japan gezeigt. Seine Arbeiten befinden sich in verschiedenen Kollektionen Europas und den USA, sowie in der Staatlichen Tretjakow Galerie in Moskau.

Er hat mehrere Artikel in “Art in America“, „Flash art“ und anderen Fachzeitschriften für zeitgenössische Kunst veröffentlicht. Seit 1987 arbeitet er als Bühnenbildner für das Sovremennik-Theater und das Moskauer Tschechow-Kunsttheater. 2006 gründete er «Paperworks Gallery», die sich auf grafische und konzeptuelle Projekte orientiert. 2007 begann er eine Serie von Dokumentarfilmen über zeitgenössische Künstler „Antologie der modernen Kunst” zu drehen. Zusammen mit Filmgesellschaft “2PLAN2” wurden 3 abendfüllende Filme gedreht. 2015 veröffentlichte er als Regisseur und Produzent den Film «Act and Punishment» – über die Geschichte Punk-Rock Bands Pussy Riot. Der Film wurde auf mehreren internationalen Festivals gezeigt. 2017 präsentierte Mitta auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Artdokfest eine Arbeitsversion des Projekts "2012", die zur Grundlage für seine Media-Installation „2012. Gescheiterte Revolution” wurde. In diesem Projekt untersucht der Autor das Phänomen der russischen Proteste von 2011-2012.

Janna Ji Wonders

Regisseurin

Die Filmemacherin wurde in Mill Valley, Kalifornien, geboren und wuchs am bayerischen Walchensee auf. Sie studierte an der HFF München und drehte zahlreiche Musikvideos. Ihre Dokumentarfilme, Bling Bling über die Gangster-Rap-Szene in L.A. und Kinder der Schlafviertel über junge Punks in Moskauer Vorstädten, wurden mehrfach preisgekrönt. Ihr Spielfilm I Remember lief 2015 in der Perspektive Deutsches Kino. Das Konzept zu Walchensee Forever wurde 2016 mit dem „Made in Germany Förderpreis – Perspektive“ ausgezeichnet, der fertige Film erhielt im Januar 2020 den Bayerischen Filmpreis.


Sven O. Hill 

Regisseur und Autor

СSven O. Hill hat als Regisseur die Dokumentarfilme The Sound After The Storm (Zürich Film Festival‚ Gewinner Internationaler Dokumentarfilm, 2009) und The Return (Dok Leipzig, 2008) realisiert. Sein Kurzdokumentarfilm Schnipsel (2018) wurde durch den MDR zum Gedenktag des Mauerfalls, dem 9. November, im Jahre 2018 und 2019 ausgestrahlt und in der ARD-Mediathek zum Streaming bereitgestellt. Auf den Kurzdokumentarfilm Schnipsel (2018) folgte sein Spielfilmdebüt COUP (2019). Momentan laufen die Vorbereitungen für seinen neuen Kinofilm JES.

Sven O. Hill hat an der Filmhochschule Famu in Prag und am Aufbaustudium Film in Hamburg, Dokumentarfilm und Kamera studiert.

Als Kameramann hat er mit den Grimme-Preisträgern Jörg Haaßengier und Jürgen Brügger die Kino-Dokumentarfilme Kopfende Hassloch (2006), Ausfahrt Eden (20011), Vom Ordnen der Dinge (2014, Grimme-Preis 2016) und Master of Disaster (2019) realisiert. Mit Kopfende Hassloch war er im Jahre 2006 für den Deutschen Kamerapreis nominiert. 


Lucia Margarita Bauer

Regisseurin

Lucia Margarita Bauer, geboren 1979 in Riedlingen an der Donau. Vater deutsch, Mutter Französin, die ihr ein fehlerhaftes Schwäbisch mit französischem Akzent beibringt. Bereits mit 13 zieht sie von Zuhause aus, lebt in Berlin und begibt sich mit 14 auf eine Reise in den Mittleren Westen der USA. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Irland, zieht sie mit 16 nach Ulm und beendet mit 22 ihre Goldschmiedelehre. Ohne gültigen Schulabschluss geht sie für ein Jahr nach Strasbourg an die „Ecole des Beaux Arts" und führt später das Studium in Berlin fort, mit Abschluss im Fachbereich Experimentelle Mediengestaltung in der Klasse von Thomas Arslan. Lucia Margarita kuratierte zahlreiche Ausstellungen in Berlin, u.a. das ehemalige HBC und aktuell die Santa Lucia Galerie der Gespräche. Als Fotografin für diverse Tageszeitungen und Magazine fotografierte sie Musiker, Künstler und Philosophen wie Jean-Michel Jarre, Albert Oehlen und Claude Lanzmann.


Tim Oliver Boehme 

Produzent, Regisseur und Kameramann

Tim Oliver Boehme ist ein mehrfach ausgezeichneter deutscher Produzent, Regisseur und Kameramann, der 1966 an der Flensburger Förde geboren wurde. Als Zehnjähriger wanderte er mit Mutter und kleinem Bruder in die USA aus, wo er später an der Universität von Wisconsin das Fach „Broadcast Produktion“ studierte und dafür 1989 mit magna cum laude ausgezeichnet wurde. Nach einer weltumspannenden Reise, kam er in 1992 der „Liebe wegen“ zurück nach Europa und arbeitet zunächst als Kameramann und Cutter für viele deutsche Sendeanstalten.

Im Jahr 2007 versuchte sich Tim Boehme erstmals auch als Autor. Sein Film „Pflegen bis zum Gehtnichtmehr“ handelt von der couragierten Mutter eines schwerbehinderten, erwachsenen Sohnes. Gleich sein Erstlingswerk wurde vom NDR ausgestrahlt. Seitdem engagiert sich der Filmemacher insbesondere für soziale und ökologische Themen. Gerade den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, möchte der mehrfach nominierte und ausgezeichnete Filmemacher durch seine Werke eine Stimme verleihen.

Der Vater zweier Söhne lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kiel. Viele seiner Filmideen entstehen direkt aus dem gemeinschaftlichen Dorfleben und der umliegenden Natur.


Natalija Yefimkina

Regisseurin

Natalija Yefimkina (*1983) wurde in Kiew als Kind russisch-ukrainischer Eltern geboren und zog 1995 mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach dem Studium der Geschichte und Literatur in Berlin arbeitete sie als Regieassistentin und Produktionsassistentin bei Spielfilmproduktionen. Nach mehreren kurzen dokumentarischen Arbeiten ist GARAGENVOLK ihr erster langer Dokumentarfilm und ihr Debüt als Regisseurin.  


Vitali Manski

Regisseur

Der russisch-ukrainische Regisseur Vitaly Mansky wurde 1963 im damals sowjetischen Lvov geboren. Im Jahr 1982 begann er sein Studium am Moskauer Gerassimow-Institut für Kinematographie und debütierte 1988 mit dem Film BUMERANG. Seitdem hat Mansky über 30 Filme realisiert, die auf Filmfestivals auf der ganzen Welt gezeigt und mit über 100 Preisen ausgezeichnet wurden, u.a. auf dem Dok Leipzig (MDR-Filmpreis 2013), dem Dokumentarfilmfestival Amsterdam (Jurypreis 2007) und dem Filmfestival Karlovy Vary (Bester Dokumentarfilm 2013). Seit 1996 sammelt Mansky im Rahmen eines groß angelegten Archivprojekts Amateuraufnahmen aus der ehemaligen UdSSR. Sein Ziel ist ein audiovisuelles Gedächtnis des privaten Lebens in der Sowjetunion.

The collective life of the generation born as Jurij Gagarin became the first man in space. Vitalij Manskij has woven together a fictional biography – taken from over 5.000 hours of film material, and 20.000 still pictures made for home use. A moving document of the fictional, but nonetheless true life of the generation who grew up in this time of huge change and upheaval.

Yael Reuveny

Regisseurin

Geboren und aufgewachsen in Israel, begann Yael Reuveny im Jahr 2000 ihr Studium an der Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2005 lebt und arbeitet Yael Reuveny als Regisseurin sowohl in Deutschland als auch in Israel. 2009 stellte Yael Reuveny den 30-minütigen Dokumentarfilm TALES OF THE DEFEATED fertig, der seine internationale Premiere beim Visions du reel in Nyon feierte und mehrere Preise gewann, darunter den ersten Preis beim Jerusalem Film Festival und den Discovery Award und DEFA Award beim Cottbus Film Festival. Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm SCHNEE VON GESTERN wurde Ende 2013 uraufgeführt und hat seitdem mehrere Preise gewonnen, darunter den Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm in Dok Leipzig und den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Haifa International Film Festival. SCHNEE VON GESTERN wurde für den Israelischen Filmpreis nominiert und gewann den Israeli Documentary Filmmakers Award. Er wurde in Israel, Deutschland und den Vereinigten Staaten in die Kinos gebracht. Ihr neuester Film KINDER DER HOFFNUNG wird voraussichtlich im Jahr 2020 in die Kinos kommen. Parallel zu ihrer Arbeit als Dokumentarfilmerin ist Yael auch Schöpferin von musealen Videoinstallationen, darunter "TUNICATA" (2017), der im Martin Gropius Bau Berlin als Teil der Ulra+-Ausstellung gezeigt wurde, und "MESUBIN" (2020), eine Installation mit 21 Bildschirmen, die die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin abschließt.

Annekatrin Hendel

Regisseurin 

Geboren und aufgewachsen in Berlin, arbeitete Annekatrin Hendel nach Abschluss eines Designstudiums freiberuflich als Kostüm- und Szenenbildnerin. 2004 gründete sie die Filmproduktionsfirma IT WORKS! Medien GmbH und ist dort als Produzentin für Spiel- und Dokumentarfilme, Regisseurin und Geschäftsführerin tätig. Ihr erster Kinodokumentarfilm „Vaterlandsverräter“ wurde bei der Berlinale 2011 uraufgeführt. Ihm Frühling 2012 feierte der Film seine russische Premiere beim Festival „Territorium Film“. Auch Hendels Filme «Anderson», 2014 und «Familie Brasch», 2018 liefen mit großem Erfolg bei diversen Festivals und im Kino. 

Cho Sung-Hyung

Regisseurin

Sung-Hyung Cho wurde in Pusan, Südkorea, geboren. Sie studierte Mass Communication Studies an der Yon-Sei Universität in Seoul. In Marburg studierte sie Kunstgeschichte, Medienwissenschaft und Philosophie sowie Elektronisches Bild an der HfG Offenbach. Seit Ende der neunziger Jahre hat sie diverse Videoclips realisiert. Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin war sie für verschiedene koreanische Print- und TV-Medien tätig. Sung-Hyung Cho ist am Filmhaus Frankfurt und am SAE Institut als Seminarleiterin im Bereich Schnitt tätig. Sie war 2001 mit YOUR MIND für den Hessischen Filmpreis nominiert. FULL METAL VILLAGE ist ihr erster abendfüllender Film.