Archiv 2013

Filme

Nana Benz

Freitag, 26. April 2013, 19:00
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Thomas Böltken, Deutschland, 2012, 87 Min.
Der Regisseur ist anwesend.
Der Eröffnungsfilm „Nana Benz“ von Thomas Böltken erzählt von Stoffhändlerinnen aus Togo, die die wirtschaftliche Emanzipation und damit auch die politische Befreiung der ehemaligen deutschen, später französischen Kolonie entscheidend mitbestimmten und damit die kleine Hauptstadt Lomé zu einer Handelsmetropole für die ganze westafrikanischen Region machten.

Ikonoskop

Samstag, 27. April 2013, 10:30
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Witali Manski, Russland, 2011, 104 Min.

„Ikonoskop“ ist ein Versuch, eine unübersehbare Geschichte des Fernsehens innerhalb von 100 Minuten in einer spannenden und paradoxen Schau zu umfassen. Die Autoren haben zahlreiche Dokumentar-und Animationsbilder zusammengefügt, um die interessantesten Entwicklungsetappen des Fernsehens seit dem Anfang der 1920-er Jahre zu verfolgen. Große Aufmerksamkeit wird zwei Moderatoren geschenkt, die als Fernseh-Symbole in ihren Ländern gelten – dem amerikanischen Nachrichten-Star Dan Rather und der Legende des sowjetischen Zentralfernsehens Igor Kirillow.

Von der Vermählung des Salamanders mit der grünen Schlange

Samstag, 27. April 2013, 15:30
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Rene Frölke, Deutschland, 2010, 94 Min.

Ein Film über einen jungen Mann. Er heißt Jürgen Stenzel. Er malt. Einmal hat Jürgen geträumt, er ginge in einen großen dunklen Wald hinein. Als er aufwachte, stand er bis zu den Knien im Meer vor dem Haus. Jürgen, ist Toilettenmann am Strand und Künstler. Ein Künstler, der nie eine Akademie besucht hat. Seine Mutter, Edeltraud, berichtet von einer Reise, die vor langer Zeit begann und sich in die Erzählung ihres Lebens eingegraben hat. Und Günter, der Vater, ist der stille Begleiter im Hintergrund. Vater, Mutter, Sohn. Der Film tastet sich durch das Leben dieser drei Menschen. Es gilt, Schicht für Schicht den feinen Verzweigungen ihrer Lebenswege zu folgen. Ihre Geschichten sind die Geschichten von Familien, Träumen, Rückschlägen und Entschlossenheit, die uns immer wieder neu auf diese drei Menschen blicken lassen.

Anton’s Right Here

Samstag, 27. April 2013, 17:30
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Lyubov Arkus, Russland, 2012, 110 Min.

Wie kann man den Schmerz eines anderen Menschen spüren? Der Protagonist des Films ist der autistische junge Mann namens Anton, der zwischen seiner renovierungsbedürftigen Wohnung am Rande einer Großstadt und dem Krankenhaus für geistig Behinderte umherstreift. Anton droht die Einweisung in die Psychiatrie. In einer psychiatrischen Anstalt leben Menschen mit seiner Diagnose nicht lange. Autor – Kamera – Protagonist. Die Distanz zwischen ihnen wird immer kleiner.

Vaterlandsverräter

Samstag, 27. April 2013, 20:00
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Annekatrin Hendel, Deutschland, 2011, 90 Min.

Ein dokumentarisches Porträt des DDR-Schriftstellers Paul Gratzik, der als „IM Peter“ 20 Jahre lang Freunde und Kollegen im Auftrag der Staatssicherheit bespitzelte, bevor er sich Anfang der 1980er selbst enttarnte. Eine vielschichtige Auseinandersetzung mit einem schillernden Protagonisten.

Short Film Night

Samstag, 27. April 2013, 23:00
Art-Club „Reportjor“, Ulitsa General-Leytenanta Ozerova, 18
Das Kurzfilmprogramm ist in Zusammenarbeit mit der KurzFilmAgentur Hamburg sowie dem Festival Message to Man kuratiert.

"Abstraktes?
Regie Alexei Dmitrijew, 2009, Russland, 3 Min.

Schlaffheit
Regie Mascha Sedjajewa, 2010, Russland, 6 Min.

Mein kauziger Opa
Regie Dina Welikowskaja, 2012, Russland, 8 Min.

Two Highways
Regie Alexander Markow, 2008, Russland, 26 Min. D

10 Minuten älter
Regie Herz Frank, 1978, UdSSR, 10 Min.

Seestück
Regie Kai Zimmer, Deutschland, 2009, 7 Min.

Abhaun!
Regie Christoph Wermke, Deutschland, 2004, 9 Min.

Beige
Regie Sylvie Hohlbaum, Deutschland, 2012, 14 Min.

Olgastraße 18
Regie Liv Scharbatke und Jörg Rambaum, Deutschland, 2011, 4 Min.

Meyer
Regie Sascha Quade, Deutschland, 2011, 8 Min.

Die Krippe
Regie Lilli Thalgott, Deutschland, 2010, 11 Min.

Fortune Faded
Regie Alexander Heringer, Deutschland, 2013, 3 Min."

Bis an die Grenze – der private Blick auf die Mauer

Sonntag, 28. April 2013, 16:30
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Claus Oppermann und Gerald Grote, 2012, 93 Min.
In Anwesenheit der Regisseure.
Der Film erzählt anhand von bislang unbekannten und unveröffentlichten Aufnahmen vom Mauerbau 1961 bis zum Fall 1989 eine eindrucksvolle Geschichte und Geschichten vor und hinter der Mauer. Dieses einzigartige Dokument ist aus hunderten von Amateurschmalfilmen zusammengestellt, die in bewegten Bildern ihre bewegenden und emotionalen Erlebnisse festhielten. Viele Privatarchive wurden für diese überaus sehenswerte Zeitreise erstmals geöffnet und zugänglich gemacht.

¡Vivan Las Antipodas!

Sonntag, 28. April 2013, 20:00
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Victor Kossakovsky, Deutschland / Argentinien / Russland / Chile, 2011, 108 Min.

Was denken Sie, welcher Weg von Entre-Rios in Argentinien bis zur chinesischen Metropole Shanghai der kürzeste ist? Er führt mitten durch die Erde! Diese zwei Orte sind Antipoden. Sie liegen exakt auf der gegenüber liegenden Seite der Erde. Der Dokumentarfilm von Victor Kossakovsky zeigt, wie diese Antipoden gegensätzlich und gleichzeitig miteinander verbunden sind.

Mutterland oder Tod

Sonntag, 28. April 2013, 22:00
Filmtheater „Sarja“, Prospekt Mira, 43
Regie Witali Manski, Russland, 2011, 99 Min.

Personen, die Kuba nie besucht haben, denken bei diesem Land an US-Oldtimer, Cocktails, Meer und Salsa. Aber die Realität ist keine Party. Der Wahlspruch der Revolution vor 50 Jahren „Patria o Muerte“ prägt immer noch den Alltag – genauso wie das Embargo der USA, wodurch alle Konsumguter im Land knapp sind. Der vielfach ausgezeichnete Film, der weltweit bereits auf unzähligen Festivals gelaufen ist, zeigt das von Entbehrungen gezeichnete Leben der Menschen, die trotzdem ihre Lebensfreude und ihren Humor nicht verloren haben. (Quelle: exground filmfest Wiesbaden.)

Events

Workshop mit Marina Razbezhkina

Donnerstag, 25. April 2013, 14:00
Kunstraum „Kwartira“, Ulitsa Serzhanta Koloskova, 13
Ein Workshop mit der renommierten Regisseurin und Produzentin Marina Razbezhkina, der Mitbegründerin der Schule für Dokumentarfilm und Dokumentartheater. Marina 



Runder Tisch „Interpretation der Wirklichkeit: Ziele und Verfahren des heutigen Dokumentarfilms“

Freitag, 26. April 2013, 16:00
Art-Club „Reportjor“, Ulitsa General-Leytenanta Ozerova, 18
Eine Podiumsdiskussion mit den Gästen des Festivals, moderiert vom Ehrenpräsidenten des „Territorium Film“ Bernd-Günther Nahm.

Gäste und Teilnehmer

Annekatrin Hendel

Produzentin, Autorin, Regisseurin
In Berlin geboren und aufgewachsen. Lehre als Theaterschuhmache. Arbeitete nach Abschluss eines Designstudiums als Schuh- und Modedesignerin, dann freiberuflich als Kostüm- und Szenenbildnerin. Sie ist Mitbegründerin des theater 89 in Berlin. 2004 gründete sie die Filmroduktionsfirma IT WORKS! Medien GmbH, in der sie als Geschäftsführerin tätig ist. Derzeit führt Annekatrin Hendel auch Regie. Ihr Film „Flake – Mein Leben“ wurde zum Grimmepreis 2012 nominiert. Für „Disko“ erhielt sie den Drehbuch- Förderpreis „Made in Germany“ der Berlinale 2012. Ihr Kindokumentarfilm „Vaterlandsverräter“ erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Friedenspreis Osnabrück und den Grimmepreis 2013. Annekatrin Hendel ist seit 2012 Mitglied der Deutschen Filmakademie.

René Frölke

Regisseur, Cutter, Kameramann
1978 in DDR geboren. Ist seit mehreren Jahren als freiberuflicher Cutter und Kameramann tätig. Seine letzte Arbeit als Schnittmeister war Thomas Heises Dokumentarfilm Material. 2010 realisierte er seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm „Von der Vermählung des Salamanders mit der grünen Schlange“. 2011 folgte der Kurzfilm „Führung“.

Gerald Grote

Drehbuchautor, Regisseur
Studierte Grafikdesign. Arbeitet als freier Autor und Filmemacher. Er war für eine Vielzahl von Zeitungen tätitg und schrieb Bücher. Ausserdem moderierte er eine Talk-Show und wurde Chefredakteur eines Regional-Magazins. Seit einigen Jahren ist er zudem Leiter des renommierten Internationalen Green Screen Naturfilmfestivals. In Zusammenarbeit mit Claus Oppermann drehte er die Dokumentarfilme „8 Millimeter Kieler Woche“(2007), „Schnee von gestern“ (2008) und „Bis an die Grenze – der private Blick auf die Mauer“.

Claus Oppermann

Kameramann, Drehbuchautor, Regisseur, Cutter
Filmstudium in Dortmund (Filmstudiengang Film/Fernsehen). Landesweit ist Claus Oppermann auch als Moderator für Filmprogramme und Lehrbeauftragter in der Jugend-und Erwachsenenbildung an Schulen und Hochschulen sowie Fortbildungseinrichtungen im Bereich Medienbildung tätig. In Zusammenarbeit mit Gerald Grote drehte er die Dokumentarfilme „8 Millimeter Kieler Woche“(2007), „Schnee von gestern“ (2008) und „Bis an die Grenze – der private Blick auf die Mauer“.

Thomas Böltken

Regisseur
1971 in Düsseldorf geboren, wuchs in der Elfenbeinküste in Westafrika auf, studierte Film- und Fernsehwissenschaften an der Ruhr-Universität-Bochum und arbeitet derzeit als Drehbuchautor und Dokumentarfilmer. (Quelle: augenweide 2013.)

Bernd-Günther Nahm

Regisseur
Von 1989 bis 2014 war er Leiter der Filmwerkstatt Kiel, Geschäftsführer der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. und leitete das Filmfest Schleswig-Holstein, das ehemals unter dem Namen „Augenweide“ bekannt war. 2011 gründete er mit Kolleginnen das Dokumentarfilmfestival „Territorium Film“ in Kaliningrad. Ausserdem organisierte Nahm mit Partnern die deutsch-dänische Fortbildungsmaßnahme Filmtrain und war Mitgründer der Cross-Media-Initiative First Motion (10 Partner/7 Ostseeländer).

Grit Lemke

Programmleiterin DOK Leipzig
Geboren 1965 in Spremberg/Niederlausitz, aufgewachsen in Hoyerswerda. Nach einer Baufacharbeiterlehre und Arbeit im Theater- und Kulturbereich. 1987-93 Studium der Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literatur in Leipzig, 1999 Promotion in Europäischer Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1991 Arbeit für DOK Leipzig und andere Filmfestivals in wechselnden Funktionen. 2000-2002 Auswahl für das Sheffield Doc/Fest, ab 2004 Auswahl- und Programmtätigkeit für DOK Leipzig, bis 2017 dort Leiterin des Filmprogramms. Seit 1998 auch für das Festival des osteuropäischen Films Cottbus tätig, dort Leitung der deutsch-sorbischen Sektion „Heimat | Domownja | Domizna“. Kuratierte zahlreiche Filmreihen, u.a. bei DOK Leipzig, der Akademie der Künste Berlin, goEast Festival des mittel- und osteuropäischen Films Wiesbaden und für Goethe-Institute weltweit. Hatte Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und Instituten inne, Mentorin und Tutorin in Trainingsprogrammen. Mitarbeit als Autorin und Dramaturgin an Dokumentarfilmen und –serien. Publikationen zum Dokumentarfilm.

Marina Razbezhkina

Regisseurin, Pädagogin
Studierte ursprünglich Literaturwissenschaften an der Universität in Kazan und ist Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin von über 30 Dokumentar- und Spielfilmen, die weltweit auf Festivals zu sehen waren. Sie leitet die Schule für Dokumentarfilm und Dokumentartheater in Moskau, die sie zusammen mit Mikhail Ugarov gegründet hat. Sie ist Mitglied der Europäischen Filmakademie und der russischen Akademie für Filmkunst (Nika). Filme (Auswahl): Optical Axis (Dok) 2013, Yar (Spielfilm) 2007, Holidays (Dok) 2006, Harvest Time (Spielfilm) 2004. (Quelle: ZDOK Zürcher Dokumentarfilmtagung.)

Alexandr Markov

Regisseur, Kurator des Festivals “Message to Man“
Alexander Markov wurde in Leningrad geboren. 2000 absolvierte er sein Regiestudium an der Universität für Kultur und Kunst; 2004 – das filmhistorische Studium am Russischen Institut für Kunstgeschichte in Sankt Petersburg. Er dreht Dokumentarfilme in Russland und im Ausland. Markov unterrichtet an der Staatlichen Universität für Filmkunst und Fernsehen Sankt Petersburg, arbeitet als unabhängiger Kurator mit dem Goethe-Institut Sankt Petersburg zusammen.

Wassili Stepanow

Stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „Seans“
Studierte Philologie an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. War als Redakteur für die Filmsparte der Zeitschrift „Kalendar“ sowie als stellvertretender Chefredakteur für die Zeitschrift „Time Out Peterburg“ tätig. Seit 2006 ist er stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „Seans“.

Aglaja Tschetschjot

Autorin und Literaturredakteurin der Zeitschrift „Seans“
Studierte Philologie an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Ihre Beiträge wurden in den Printmedien wie „Time Out“, „Afischa“, „Sobaka“, „Art1“ und vielen mehr veröffentlicht.