Archiv 2018

Filme

Feierliche Eröffnung des Festivals
Im Frühling

Donnerstag, 13. September 2018, 19:00
Königsberger Dom, ulitsa Kanta, 1

Regie Michail Kaufman, UdSSR, 1929, 61 Min., 0+

Ein lyrischer, schwarzweißer Dokumentarfilm von Michail Kaufman, dem Bruder und Ko-Autor von Dsiga Wertow. Gezeigt wird der Frühling im zu neuem Leben erwachenden Kiew. Das Tauwetter und die Fortschritte der jungen Sowjetunion werden zu einem rhythmischen Lichtspiel verflochten. Der Film galt lange Zeit als verschollen und wurde erst 2005 in einem der Amsterdamer Archive wieder gefunden.

Through

Freitag, 14. September 2018, 13:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Olga Privolnova, 2017, Russland, 46 Min., 16+
In Anwesenheit der Regisseurin.
"Mit dem Zug von Moskau nach Vladivostok und wieder zurück. Die Studierenden der Schule von Tschechow-Kunsttheater Moskau beobachten ihre Mitreisenden. Ihre Aufgabe ist, Menschen, denen sie begegnen, nach ihrer Rückkehr in einer Aufführung darzustellen. „Checkt uns dann doch ab“, so die Reaktion der Mitreisenden, unter denen ein Harmonikaspieler, ein Knacki, ein Walfänger, ein Sappeur und Gemüselagerleiter sind. „Checkt uns ab! Trinkt Kaffee und Bier mit uns, hört euch unsere echten und erfundenen Geschichten an. Es gibt keine Wahrheit. Nur die Möglichkeit, etwas Wichtiges herauszuhören.“ In diesen 14 Tagen. Im Februar. Oder im Sommer. Auf dieser Reise.

Peter Nagel

Freitag, 14. September 2018, 16:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Christian Mertens, Deutschland, 2014, 54 Min., 18+

Ein dokumentarisches Porträt über die Arbeit des 1941 in Kiel geborenen Malers Peter Nagel. Der Regisseur Christian Mertens erforscht das 1976 entstandene Deckengemälde und nähert sich dabei der realistischen Kunst Peter Nagels auf spielerische, aber auch sinnliche Art und Weise. Wir begegnen dem Maler, einem der Gründungsmitglieder der Gruppe Zebra, durch seine Bilder, die Kommentare von Wegbegleitern und Kunstexperten sowie durch die Augen von Kindern. Peter Nagel vermittelt uns ganz nebenbei, wie Kunst entstehen kann.

Zwiebelfische – Jimmy Ernst in Glückstadt-New York

Freitag, 14. September 2018, 17:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Christian Bau und Artur Dieckhoff, Deutsland, 2010, 58 Min., 18+
Der Film wird von der Komponistin Ulrike Haage und Filmeditorin Maria Hemmleb präsentiert.
Dieser poetische Dokumentarfilm verknüpft auf mehreren Erzählebenen das Schicksal des New Yorker Künstlers Jimmy Ernst und seiner Eltern Max Ernst und Louise Straus mit der Geschichte der Druckerei Augustin in Lückstadt. 1935 – Jimmys Eltern sind schon nach Paris geflohen – nimmt Familie Augustin den 15-Jährigen als Schriftsetzerlehrling auf. Er lernt, fremde Sprachen wie Chinesisch oder Arabisch, aber auch Runen- oder Keilschrift zu setzen. Dabei entsteht eine Faszination für Zeichen, die sein gesamtes Werk prägen wird. Nur mit Hilfe der Augustins gelingt Jimmy 1938 die Flucht in die USA. Sein Vater kann ihm später folgen, seine Mutter wird nach Auschwitz deportiert und ermordet. Die Druckerei Augustin heute: Anhand von Fotos und Erzählungen von Zeitzeugen erwacht die stillgelegte Druckerei aus ihrem Dornröschenschlaf. Untermalt werden die Bilder von der Musik der Klangkünstlerin Ulrike Haage.

Beuys

Freitag, 14. September 2018, 20:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Andres Veiel, Deutschland, 2017, 107 Min., 18+
Der Film wird von der Kunsthistorikerin Rhea Thönges-Stringaris präsentiert.
Beuys: der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. „Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“, fragt er – und lacht. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten. Der Regisseur Andres Veiel sowie seine Editoren Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer zeichnen in ihrer furiosen, klugen Collage unzähliger, oftmals bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente das Bild eines einzigartigen Menschen und Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte.

Singen

Freitag, 14. September 2018, 22:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Olga Korotkaya, Polen/Russland, 2017, 53 Min., 16+
Die Regisseurin Olga Korotkaya sowie Produzentin Dorota Roszkowska sind anwesend.
"Die Handlung des Films spielt in der Republik Tuwa, die zur Russischen Föderation gehört. Das tuwinische „Khoomei“ ist der wohl bekannteste Kehlkopfgesang weltweit und das unschätzbar wertvolles Kulturgut der Tuwiner. Die Tradition gebietet es aber, dass nur Männer diesen Gesang beherrschen dürfen. Frauen dürfen das nicht. Sollte eine Frau das Gebot verletzen, droht ihr – laut Volksglaube – Unglück. Trotz Verbot singen die Protagonistinnen „Khoomei“.
"

Es ist Zeit. Der Maler Klaus Fußmann

Samstag, 15. September 2018, 12:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Wilfried Hauke, Deutschland, 2018, 67 Min., 18+
In Anwesenheit des Regisseurs.
Der sehr nahe Porträtfilm des preisgekrönten Regisseurs Wilfried Hauke folgt einem der großen deutschen Maler unserer Zeit in seine Ateliers in Gelting an der Ostsee und in Berlin, zeigt sein Leben mit der Familie und Freunden. Der Film sucht dem Geheimnis seiner Malerei, deren somnambulen wie expressiven Seiten, näher zu kommen. Kein anderer Maler hat das Bild von den Küsten- und Hügellandschaften Norddeutschlands so neu geprägt wie Klaus Fußmann. Sein Malstil ist oft schroff und abstrakt. Seine Farbigkeit ist nicht nur hell. Etliche Bilder zeigen Menschen in verhaltener Stimmung. Trotzdem geht von Fußmanns Werk immer eine packende, fast magische Stimmung aus.

Your Rock

Samstag, 15. September 2018, 13:30
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Evgeniy Grigorev, Russland, 2017, 113 Min., 16+
Der Regisseur ist anwesend.
Die Geschichte von drei jungen Musikern, die ihrem Traum folgen. Sie kämpfen gegen Krisen im Privatleben, Geldnot und allerlei Widrigkeiten des Alltags an. Jede Entscheidung, die getroffen werden muss, wirft Fragen auf: Was will ich wirklich im Leben? Bin ich auf dem richtigen Weg?

Gründonnerstag (zum Andenken an Alexander Rastorguev)

Samstag, 15. September 2018, 16:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Alexander Rastorguev, Russland, 2003, 45 Min., 18+
Der Film wird von der Drehbuchautorin Susanna Baranzhyeva präsentiert.
In der Etappe hinter Grozny, irgendwo in Tschetschenien, auf einem Abstellgleis steht ein Zug mit einer alten Lok unter Dampf, der zu einer Duschanlage umgebaut wurde. Rekruten und Offiziere kommen einmal pro Woche hierher, um sich und ihre Uniformen zu waschen. Die jungen Soldaten ziehen frische Unterwäsche an, trinken Wodka, rauchen, sprechen von Liebe, erinnern sich an ihre Familien und Heimat, weinen und singen. Dann geht es wieder in den Kampfeinsatz. Es bleibt ungewiss, ob sie hier herauskommen.
(Nach der russisch-orthodoxen Tradition reinigt man am Gründonnerstag Haus und Körper. Darauf bezieht sich der Filmtitel.)

Songs of Abdul

Sonntag, 16. September 2018, 14:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Anna Moiseenko, Russland/ Tadschikistan/ Frankreich, 2017, 68 Min., 12+

Abdul Bekmamadov verließ sein Zuhause in den Pamirbergen Tadschikistans und kam nach Moskau, um zu arbeiten. Er komponiert und singt Lieder, um seine Alltagssorgen zu verarbeiten. Das Filmteam begleitete Abdul im Laufe von vier Jahren und filmte sein Leben, das von schwerer körperlicher Arbeit, ständigen Umzügen und Sehnsucht nach der Familie geprägt ist, die Abdul seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hat. Auszeichnungen: Preis des Festivals „Window to Europe“ für die „Beste Darstellung von sich selbst“. Festivals: États généraux du documentaire, GoEast, ArtDocFest, „Flahertiana“, „Pamir-Moskau“, „Delai Film“ und andere.

In Kiel ist Revolution!

Sonntag, 16. September 2018, 16:30
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Kay Gerdes, Deutschland, 2018, 53 Min., 16+
In Anwesenheit des Regisseurs.
Der Film beleuchtet die Ereignisse, die sich im November 1918 an der Kieler Förde abspielten, und stellt sie in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang. Verwendet werden historisches Film- und Bildmaterial, Aufnahmen der Originalschauplätze, Interviews mit Zeitzeugen, die noch in den 1970er und 80er Jahren aufgenommen wurden. Befragt wird unter anderem Lothar Popp, einer der Anführer der Bewegung von 1918. Das Quellenmaterial wird durch die Erläuterungen vom Historiker, Friedensforscher und Noske-Biografen Prof. Wolfram Wette ergänzt. Die revolutionären Ereignisse in Kiel werden aus damaliger und heutiger Sicht dargestellt.

Following Habeck

Sonntag, 16. September 2018, 19:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2

Regie Malte Blockhaus, Deutschland, 2018, 78 Min., 18+
Der Regisseur ist anwesend.
Robert Habeck ist Umweltminister in Schleswig-Holstein. Im Mai 2015 entschließt er sich als Spitzenkandidat für seine Partei Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl 2017 zu kandidieren. Zwischen Wahlkampf und Ministeramt, Provinz und Großstadt, Sieg und Niederlage zeigt der Film den Politiker Robert Habeck aus einer besonderen filmischen Nähe.

Events

Workshop mit Ulrike Haage

Donnerstag, 13. September 2018, 11:00 – 13:00
Kaliningrader regionale Musikhochschule S.V. Rachmaninow, Ulitsa Frunze, 4
Workshop für Studierende der Kaliningrader Musikhochschule mit der Pianistin, Komponistin und Hörspielmacherin Ulrike Haage.



Workshop mit Olga Privolnova, 12+

Freitag, 14. September 2018, 14:00 – 15:30
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Ein Workshop mit Olga Privolnova, der Drehbuchautorin, Regisseurin und Kuratorin für Dokumentarfilm.


Workshop „Musik im Film“, 12+

Freitag, 14. September 2018, 18:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Ein Workshop mit der Komponistin Ulrike Haage und der Regisseurin Maria Hemmleb.



Runder Tisch zum Thema "Der Künstler und die Zeit", 18+

Samstag, 15. September 2018, 18:00
Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Der runde Tisch wird von Evgeniy Grigorev moderiert, dem Dokumentarfilmer und Vizepräsidenten der Gilde für Dokumentarfilme und Fernsehen Russlands. Die Diskussion ist in Kooperation mit der Baltischen Filiale des Staatlichen Zentrums für Gegenwartskunst (GCSI) unter der Führung vom Staatlichen Museums- und Ausstellungszentrum (ROSIZO) veranstaltet.

Gäste und Teilnehmer

Ulrike Haage

Pianistin, Komponistin und Hörspielmacherin
Ulrike Haage unterrichtete nach dem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg einige Jahre das Fach Orchesterleitung und Improvisation. Einer breiten Öffentlichkeit wurde sie als Musikerin bekannt, als sie zu den Rainbirds stieß. Neben ihrer Arbeit als Produzentin von Hörspielen, Theater- und Filmmusik ist sie als Solopianistin und Skriptautorin tätig. Haage komponierte die Soundtracks für die Dokumentarfilme „Zwiebelfische“, „Goldrausch“, „Meret Oppenheim“, „Das verschwundene M“ und „Landstück“ sowie die Stücke für Doris Dörries Spielfilm „Grüsse aus Fukushima“. Zu Ulrike Haages Auszeichnungen zählen der Deutsche Jazzpreis in 2003, der Sonderpreis Musik des Norddeutschen Filmpreises in 2010 und der Deutsche Dokumentarfilm Musikpreis 2014.

Rhea Thönges-Stringaris

Kunstwissenschaftlerin
"Geboren 1934 in Athen. 1954-1959 Studium der Archäologie und Kunstgeschichte in Bonn und München. 1961-1974 Museumstätigkeit in den Staatlichen Kunstsammlungen in Kassel. Seit 1972 Freundschaft und Zusammenarbeit mit Joseph Beuys. 1977-1985 organisierte Thönges-Stringaris in Kassel mehrere Veranstaltungen mit Joseph Beuys. In den nachfolgenden Jahren veröffentlichte sie zahlreiche Schriften zum Werk des Künstlers. Thönges-Stringaris lebt und arbeitet in Kassel und Athen.
"

Susanna Baranzhyeva

Drehbuchautorin
Susanna Baranzhyeva wurde in der kasachischen Stadt Akmolinsk geboren. 1973 schloss sie ihr Studium der Journalistik an der Staatlichen Universität in Rostov ab. Danach arbeitete sie als Journalistin in Armenien. 1997-2001 leitete sie das Fernsehprogramm „Provinzsalon“ des „Don-TR“, des regionalen Senders der Russischen Staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt in Rostow am Don. 2000-2012 wirkte sie als Filmautorin bei den Dokumentarfilmen von Alexander Rastorguev mit, u.a. bei „Mummis“, „Gründonnerstag“, „Tender's Heat, Wild Wild Beach“, „I Love You“, „I Don't Love You“. Als Mitautorin des Films „Tender's Heat, Wild Wild Beach“ (2006) wurde sie mit dem Sonderpreis der Jury des internationalen Dokumentarfilmfestivals in Amsterdam ausgezeichnet. Für die Mitwirkung am Film „Malki i mamki“ (2008) wurde ihr der Sonderpreis des Festivals „ArtDocFest“ verliehen. Seit Dezember 2012 arbeitet sie am Projekt „Realität“ zusammen mit Alexej Pivovarov, Pavel Kostomarov, Dmitrij Kubasov und Antuan Kattin.

Evgeniy Grigorev

Dokumentarfilmer, Theaterregisseur, Drehbuchautor
Präsident der Gilde für Dokumentarfilme und Fernsehen Russlands (2012-2016), Vorstandsmitglied des Verbandes der Filmschaffenden Russlands. Grigorev studierte Journalistik an der Staatlichen Gorki-Universität des Uralgebiets, anschließend arbeitete er beim Fernsehen in Ekaterinburg. 2001 zog er nach Moskau und gründete das Dokumentarfilmhaus „Perwoje kino“ („Das erste Kino“). 2005 absolvierte er das Gerassimow-Institut für Kinematographie im Fach Regie; 2013 – die "Schule für Theater-Experten" beim Meyerhold-Zentrum; 2014 – die Studio-Schule beim Tschechow-Kunsttheater Moskau, Fach Regie, unter der Leitung von Kirill Serebrennikow. Grigorev drehte zehn Filme, inszenierte zwei Theaterstücke.

Olga Privolnova

Drehbuchautorin und Regisseurin
Absolvierte die Unabhängige Schule für Film und TV INTERNEWS im Fach Regie von Spielfilmen. 2012-2013 studierte sie an der Schule für Dokumentarfilm und Dokumentartheater von Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov. Sie arbeitete als Autorin, Regisseurin, Chefredakteurin, Creative Producer bei diversen Fernsehsendern sowie als Kuratorin für Dokumentarfilm bei diversen Filmfestivals. Sie ist Autorin der Filme: „Оase“ (2013), „Zviszhi“ (2014), „Der kleine Prinz“ (2015), „Wer sind diese?“ (2015), „Through“ (2017), die international ausgezeichnet wurden.

Maria Hemmleb

Regisseurin, Redakteurin, Filmeditorin
1955 geboren, lebt Maria Hemmleb in Hamburg. Sie schloss ihr Kunststudium in London ab und arbeitete anschließend in Trickfilmstudios. An der Hochschule für bildende Künste Hamburg hat sie ihr Zweitstudium mit Schwerpunkt Film absolviert. Seit 20004 arbeitet sie als Dokumentarfilmerin. Auszeichnungen: Preis der deutschen Filmkritik 1987 für den Film „Maschinensturm“, Preis Silberne Taube Festival Leipzig 1989 für den Dokumentarfilm „Mein Herz schlägt blau“, Norddeutscher Filmpreis 2010/ Bester Dokumentarfilm für den Film „Zwiebelfische“. Sie ist Mitbegründerin der Produktionsgruppe thede, Hamburg sowie Dozentin für nonlinearen Schnitt und Schnittdramaturgie.

Malte Blockhaus

Regisseur
Wurde 1984 in Osnabrück geboren, wuchs in Tecklenburg am Teutoburger Wald auf. Ab 2004 studierte er Geographie, Medien und Politikwissenschaft in Kiel und arbeitete parallel im Presseteam von Staatskanzlei und Landtag Schleswig-Holstein. Es folgten Tätigkeiten als Videojournalist für Sat1 Nord und DAPD, bevor er 2010 die Blockhaus Filmproduktion gründete. Der Fokus der Filmproduktion liegt auf Schulfilmen und dokumentarischen Projektbegleitungen. 2014 begann Blockhaus mit den Arbeiten am Film „Following Habeck“, der zu seinem ersten Dokumentar-Langfilm wurde.

Wilfried Hauke

Drehbuchautor und Regisseur
Wilfried Hauke gehört zu den bekanntesten deutschen Autoren und Regisseuren im internationalen Dokudrama und Dokumentarfilm. Ab 1991 arbeitete er als Kulturredakteur von Radioprogrammen und Autor von Hörspielen. Von 2000 bis 2003 war er Producer bei Studio Hamburg und 2003 bis 2018 bei dmfilm und tv produktion in Kiel und Hamburg. Seit 2018 hat er eine eigene Firma, IDA Film & TV Produktion, mit der er dokumentarische und fiktionale Filme und Serien realisiert. Sein Film „Schwestern im Leben“ mit den skandinavischen Stars Liv Ullman, Bibi Andersson und Ghita Nørby eröffnete 2002 die Nordischen Filmtage in Lübeck. Mit den dokumentarischen Spielfilmen „Lincolns letzter Tag“ (2008) und „Eine königliche Affäre“ (2010), die in deutscher, amerikanischer und skandinavischer Koproduktion entstanden, wurde er auch international zu einem namhaften Regisseur. Die von ihm entwickelte Serie „Deutschlands Küsten“ war 2009 das erfolgreichste Dokumentar-Programm bei ARTE. Das Doku-Drama „Christina Wasa – Die wilde Königin“, eine Koproduktion von SVT, ARTE, ZDF und DR, war 2015 eines der erfolgreichsten TV-Programme in Schweden. Die ARTE/ARD-Serie „Der Luther Code“ erhielt 2017 den Hauptpreis des Comenius-Award. Wilfried Haukes Filme wurden für Prix Europa, Prix Italia, den Norddeutschen Filmpreis, die Literavision München, das Oxford Documentary Filmfestival und BanFF Kanada sowie zahlreiche andere Festivals nominiert.

Kay Gerdes

Regisseur
Geboren 1955. Nach seinem Lehrerstudium leitete er die Videoprojektarbeit im Bürgerzentrum „Die Pumpe“ in Kiel. Danach war für einige Jahre Mitarbeiter einer Fernsehproduktionsfirma. Seit 1992 arbeitet er hauptberuflich als Cutter bei einer Fernsehanstalt. Als freischaffender Dokumentarfilmer begann er einige Jahre später wichtige geschichtliche Ereignisse in Kiel und in Schleswig-Holstein mit filmischen Mitteln zu präsentieren. Dabei lässt er viele Zeitzeugen ausführlich zu Worte kommen und sorgt so dafür, dass ihr Wissen und ihre Erlebnisse nicht verloren gehen. Er erstellte u. a. die Dokumentarfilme „Die Kieler Straßenbahn“, „Sprotten, Qualm und Schornsteine: die Geschichte der Fischräuchereien in Eckernförde“, „Kiel im Bombenkrieg“, „Fünf Tage im Mai – Wie der Zweite Weltkrieg in Kiel zu Ende ging“, „Die Jahre danach – Flüchtlinge und Vertriebene in Schleswig-Holstein“.

Klaus Kuhl

Drehbuchautor
Klaus Kuhl wurde 1948 geboren. Er studierte Chemie und Physik in Kiel. Er war zuletzt wissenschaftlicher Angestellter bei einem Institut in Hamburg, wo er Projekte und Studien zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durchführte. Nach Beginn der Rente studierte er Geschichte mit Bachelorabschluss. Seit 1978 entwickelte er ein steigendes Interesse an den Themen Matrosenaufstand und Kapp-Putsch in Kiel. Er führte Befragungen verschiedener Zeitzeugen und deren Nachfahren durch. Dies wurde ergänzt durch diverse Besuche in unterschiedlichen Archiven, und den Austausch mit Historikern. Er veröffentlichte verschiedene geschichtswissenschaftliche Arbeiten zu Gustav Garbe, dem Matrosenaufstand von Cattaro, edierte das Tagebuch des Germaniawerft-Ingenieurs Nikolaus Andersen. Gemeinsam Kay Gerdes schrieb er am Drehbuch für „In Kiel ist Revolution!“ (2018).

Dorota Roszkowska

Produzentin
Gebürtige Polin, lebte Dorota Roszkowska mehrere Jahre in den Niederlanden, wo sie in der audiovisuellen Industrie arbeitete. 1997 bis 2002 war sie Auftragsredakteurin im Kulturbüro von TVP2 und für Koproduktionen mit dem europäischen Kultursender ARTE verantwortlich. Sie produzierte eine Reihe von Dokumentarfilmen, veranstaltete internationale Debatten und Themenabende, die im polnischen Fernsehen sowie auf den europäischen Sendern ausgestrahlt wurden. Seit 2003 leitet sie die Filmproduktion Arkana. Sie leitete ebenso die Academy of Documentary Arts, organisierte im Rahmen ihrer Arbeit internationale Workshops, darunter das Pitching „Dragon Forum“ beim Filmfestival Krakau sowie eine Reihe von Workshops in Kiew, Moskau und Perm. Roszkowska produzierte u.a. Filme „Sing’“ (2018), Regie Olga Korotkaya; River of treasures (2017), Regie Marcin Jamkowski & Konstanty Kulik; Habit and Armour (2017), Regie Paweł Pitera; Honey Hunters (2016), Regie Krystian Matysek, ausgezeichnet mit Panda Award – Wildscreen Festival, Bristol; „Cut-paste“ (2012), Regie Rafał Samusik, ausgezeichnet mit Silver Eye Award for documentary film – IDFF Jihlava 2012; „The Mill and the Cross“ (2010), Regie Lech Majewski; „Poste Restante“ (2008), Regie Marcel Łoziński.

Olga Korotkaja

Regisseurin
Geboren 1988 in Moskau. 2011 absolvierte Olga Korotkaja das Gerassimow-Institut für Kinematographie (WGIK) im Fach Regie. 2012 schloss sie The Wajda School & Studio im Fach Regie von Dokumentarfilmen ab. Sie nahm an vielen europäischen Pitchings und Worshops teil, darunter an der Filmschule NFTS London, beim Dragon Forum (Polen), Baltic Sea Forum (Lettland), Leipzig Co-production Meetings (Deutschland), Black Sea Docstories (Georgien, Rumänien, die Niederlande), IDFAcademy (die Niederlande) und Interaction Camp (Serbien), East Doc Platform (Tschechien). Sie ist Mitglied der Gilde für Dokumentarfilme und Fernsehen. Filme (Auswahl): „ The Mother“ (2016), „The Breathe of Water“ (2014), „My Lips, your Nose“ (2012).

Rolandas Blusevicius

Künstler
Geboren 1976 in Vilnius, Litauen. Für seine Bilder nutzt er die Maltechnik Drip Paintig. Er ist ebenso Designer von „BLUUSA, ROLA“.