Archiv 2019

Filme

Bauhaus Spirit

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 18:00
Ort: Kaliningrader Museum der Schönen Künste, Prospekt Leninskiy, 83
Regie Niels Bolbrinker, Thomas Tielsch, Deutschland, 2018, 90 Min., 12+
Einführung: Vladimir Vlasov, Kunstwissenschaftler
Vor beinahe hundert Jahren wurde eine radikale künstlerische Utopie in die beschauliche Stadt Weimar hineingeboren: das Bauhaus. Ihre Auswirkungen prägen unsere Lebenswelt bis heute. Vor dem Hintergrund des 100. Bauhaus Jubiläums erzählt der Dokumentarfilm „Bauhaus Spirit“ nicht nur Kunst-, sondern Zeitgeschichte. Der Film geht zurück zu den Anfängen der ersten Bauhaus-Gruppe um Walter Gropius. Vom Bauhaus als gesellschaftlicher Utopie ausgehend, fragen Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch nach ihrer Evolution, ihrem Wandel und ihrer Inspirationskraft im Lauf der letzten hundert Jahre.

Schönheit und Vergänglichkeit
Feierliche Eröffnung des Internationalen Filmfestivals "Territorium Film"

Freitag, 18. Oktober 2019, 19:00
Ort: Kaliningrader Gebietsmuseum für Geschichte und Kunst, ulitsa Klinicheskaya, 21
Regie Annekatrin Hendel, Deutschland, 2019, 79 Min., 18+
Die Regisseurin ist anwesend (nur mit Einladung).
Sven Marquardt, der berühmteste Türsteher Europas, hat in der legendären Modeszene im Ostberlin der 1980er schon die aufregendsten Fotografien und die Nacht zum Tag gemacht. Früher die Crème de la Crème der sogenannten Prenzlauer-Berg-Boheme, in der Nacht in einschlägigen Bars, fast ohne Geld, aber mit einem großen Freiheitsgefühl, bewacht er heute eine der weltweit berühmtesten Party-Locations an der Tür des Berghain. Annekatrin Hendels Film begegnet ihm und zwei seiner einstigen Modelle wieder, die er vor mehr als 30 Jahren fotografiert hat. Der Film zeigt, wie unterschiedlich "schräge Vögel", die individuellsten der Außenseiter, ihr Leben leben. Ob es nun vergänglich und/oder einfach nur schön ist.

Der Anfang
Programm der Debütkurzfilme

Samstag, 19. Oktober 2019, 13:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Im Programm werden Debütfilme von den Studierenden der Fachhochschule Kiel sowie jungen Kaliningrader FilmemacherInnen gezeigt, 18+
Teilnehmer: Vladislav Oleynik, Aleksandr Pusko, Egor Konstantinov, Ilia Kokh, Nastia Homenko u.a. Das Programm wird von Bernd-Günther Nahm vorgestellt.
"Mettenhof
Regie Tyadina Lahmann, Alicia Windzio und andere, Deutschland, 2019, 21 Min., 18+
Studierende aus dem 5. Semester des Studiengangs Multimedia Production der Fachhochschule Kiel haben sich im vergangenen Winter mit dem alltäglichen Leben und der Gemeinschaft im Stadtteil Mettenhof beschäftigt. Im Rahmen dieses Studienprojektes ist eine Webserie aus sieben einzelnen Episoden entstanden, die jeweils 5-7 Minuten lang sind. Sie thematisieren die persönliche Sicht auf Mettenhof, setzen sich mit den Erinnerungen seiner Bewohner auseinander und beobachten, wie sich der Stadtteil heute entwickelt.

KaliningrART.doc
Regie Aleksandr Pusko, Russland, 2019, 10 Min.
Dokumentarfilm über die Streetart im Kaliningrader Gebiet (Demo- und Kurzversion).
Die Streetart, die eine Form der zeitgenössischen urbanen Kultur ist, wird von den Bewohnern der Provinzstädte oft als Wandalismus empfunden. Die Bedeutung der Streetart für die Entwicklung des öffentlichen Raums wird oft verkannt. So kommt es vor, dass kommunale Reinigungsunternehmen echte Kunstwerke spurlos verschwinden lassen.

Erjoma&Druzhe – „Verwandte“ (Ерёма & Друже – «Родные»)
Regie Vladislav Oleynik, Russland, 2018, 5’15 Min., 6+
Animiertes Musikvideo zum Song „Rodnye“ („Родные“), performt von Igor Eremejev (Text- und Musikautor), Sergej Galanin, Michail Rjabov, Sergej Levitin, Konstantin Bubnov und Konstantin Eremejev. – Ein Nachdenken über Einsamkeit, die Freiheit mit sich bringt, aber das Gefühl der Geborgenheit und Verbundenheit verlorengehen lässt.

Irgendwie so lebe ich (И вот так как-то я живу)
Regie Egor Konstantinov, Ilia Kokh, Nastia Homenko u.a., Russland, 2019, 4’28 Min.
Ein Film über den Alltag von jungen Erwachsenen.

Es scheint mir, es ist nicht weit (Мне кажется, это не далеко)
Regie Teilnehmerinnen der Filmwerkstatt „Arsamas“, Russland, 2019, 4’24 Min."

Lebenszeichen

Sonnabend, 19. Oktober 2019, 14:30
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Natalya Kasyanova, Russland, 2018, 52 Min., 12+
Die Regisseurin ist anwesend. Eintritt frei.
In Tatarstan wird die Stadt Innopolis gebaut. Das ist die erste russische Gründungsstadt, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstand. 2015 wurde sie eingeweiht. Hochqualifizierte IT-Fachleute aus ganz Russland kommen hier zusammen und bilden eine scheinbar homogene Gemeinschaft. Allerdings werden die Bewohner der umliegenden Dörfer in der Stadt als Dienstpersonal eingesetzt. Was passiert, wenn zwei Welten – alt und neu – aufeinandertreffen? Oder sind sie doch gar nicht so unterschiedlich?
"Festivals / Auszeichnungen:
- The Message to Man International Film Festival (Sankt Petersburg, 2018, Nationalwettbewerb)
- Saratov Sufferings International Film Festival of Documentary Drama (Saratow, 2019) – Auszeichnung"

In Tschernjachowsk nichts Neues

Sonnabend, 19. Oktober 2019, 14:30
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Vladislav Oleynik, Russland, 2017, 1’53 Min.
Eintritt frei.
Eine kollektive Improvisation. Im Kurzfilm wurden Animationen der Kinder verwendet, die den Workshop von Vladislav Oleynik besuchen. Die meisten Figuren des Kurzfilms wurden in Anlehnung an die Zeichnungen der „sonnigen Kinder“ entworfen – so nennt Oleynik seine SchülerInnen mit Down-Syndrom, Autismus und anderen Arten der Behinderung.




Ingenieur Fedorowitsch

Sonnabend, 19. Oktober 2019, 16:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Elena Murganova, Russland, 2018, 20 Min., 16+

„Der Film handelt von meiner Großmutter, die 96 Jahre alt ist. Sie träumte, Balletttänzerin zu werden, wurde jedoch Ingenieurin. Ich drehte diesen Film, weil ich verstehen wollte, wer sie ist; stattdessen bin ich mir selbst etwas näher gekommen.“ (Elena Murganova)
"Festivalbeteiligung:
- The National Film Festival of Debuts „Dvijenie“ („Движение“, Omsk, 2018, Dokumentarfilm-Wettbewerb) – besondere Erwähnung der Jury
- Artdocfest — Documentary Film Festival (Moskau, 2018, Sektion Animierte Dokumentarfilme)
- Tel Aviv International Student Film Festival (Israel, 2019)"

Forget me not

Sonnabend, 19. Oktober 2019, 16:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Katarina Lundquist, Animation, Dänemark, 2019, 7’24 Min., 6+

In einem tiefen norwegischen Wald lebt ein alter Mann. Er führt ein ruhiges Leben in geordneten Bahnen. Vom Rest der Welt abgeschottet, verbringt er seine Tage mit seinem einzigen Freund, einem Troll. Zusammen meistern sie ihren Alltag, trinken Tee und kümmern sich umeinander. Eines Tages muss der Troll weggehen. Wenn der alte Mann allein bleibt, muss er sich seinen Ängsten stellen, um den inneren Frieden wieder zu finden.

Der Esel hieß Geronimo

Sonnabend, 19. Oktober 2019, 16:30
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Arjun Talwar und Bigna Tomschin, Deutschland/ Schweiz, 2018, 80 Min., 18+
In Anwesenheit der Regisseure. Eintritt frei. Mit Voranmeldung.
Eine Gruppe von Abenteurern läßt sich auf einer kleinen Insel in der Ostsee nieder, fasziniert von ihrer Schönheit und dem paradiesischen Versprechen. Als sie schließlich erkennen, daß ihre Träume zum Scheitern verurteilt sind, kehren sie desillusioniert und zerstritten ans Festland zurück. Doch das gewöhnliche Leben hat den ehemaligen Bewohnern nicht viel zu bieten. Die Seemänner liegen mit ihren rostigen Schiffen im Hafen von Flensburg, während die verlorene Heimat ein Punkt am Horizont bleibt. Sie versuchen einen Weg zurück in die Zivilisation zu finden, der Bürokratie zu trotzen, mit dem Humor und der Herzlichkeit, die ihnen geblieben sind. Nachts trinken sie an Deck und erzählen sich die immer gleichen Geschichten. Die Erinnerung an die Insel ist wie eine dunkle Verheißung, die sie auf Schritt und Tritt verfolgt. Können sie den Bann durchbrechen?

Our Africa

Sonnabend, 19. Oktober 2019, 19:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Alexandr Markov, Russland, 2018, 45 Min., 12+
Der Regisseur ist anwesend. Eintritt frei. Mit Voranmeldung.
Das unabhängige Afrika aus der Perspektive von sowjetischen Dokumentarfilmemachern: seit 1960, als 17 afrikanische Länder ihre Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten erlangten und bis zum Zerfall der Sowjetunion in 1991. Wie haben sowjetische Bürger auf den Tod des charismatischen kongolesischen Anführers Patrice Lumumba reagiert? Wie wurde der Weltraumflug von Juri Gagarin in Afrika aufgenommen und von der Sowjetunion für Propagandazwecke funktionalisiert? Was ist die interne und externe Kolonisierung? Welchen Preis hatten die Machtspiele, die die Weltmächte auf dem Rücken Afrikas austrugen? Im Rückgriff auf das Bildmaterial aus über 60 sowjetischen Dokumentarfilmen rekonstruiert der Film die Geschichte des „sowjetischen“ Afrika.
"Festivalvorführungen:
- Visions Du Reel (Wettbewerb)
- ArtDocFest (Wettbewerb)
- Indie Lisboa (Wettbewerb)
- Cronograf (Wettbewerb)
- New York African Film Festival
- Congo in Harlem
- Lights Camera Film Festival
- African Diaspora Film Festival in Florence"

Seestück

Sonnabend, 19. Oktober 2019, 20:30
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Volker Koepp, Deutschland, 2018, 135 Min., 18+
"Zum 75. Jubiläum von Volker Koepp.
Gefördert vom Goethe-Institut, Sankt Petersburg.
In Anwesenheit von Volker Koepp und Christoph Krüger (Cutter)."
Die Ostsee in ihren jahreszeitlichen Stimmungen, das helle Licht und die Luftspiegelungen, die Wolken am hohen Himmel, die Vögel im Sturm über den Wellen. Vor der magischen Naturkulisse begegnen wir Menschen, die an den Rändern der Ostseeländer leben: auf der Insel Usedom und an den polnischen Stränden, an den baltischen Küsten und den nördlichen Schären in Schweden. Fischer und Wissenschaftler, Seeleute und junge Menschen erzählen von ihrem Leben im Einklang mit der alle verbindenden Meereslandschaft, von ihrer Arbeit, ihren Erinnerungen und Hoffnungen. Sie entwerfen aber auch das Bild eines Alltags, in dem ökologische Probleme, politische Ost-West-Konflikte und nationale Egoismen allgegenwärtig sind.

The Haendel Variations

Sonntag, 20. Oktober 2019, 12:30
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Christine Jezior, Deutschland/Polen, 2018, 73 min., 18+
"In Kooperation mit dem Filmbüro Bremen e.V. sowie Generalkonsulat der Republik Polen in Kaliningrad.
Der Film wird präsentiert von Saskia Wegelein-Golovkov (Filmbüro Bremen e.V.) und Christine Jezior (Regisseurin).
Eintritt frei. Mit Voranmeldung."
Was bleibt am Ende des Lebens, wenn man sein ganzes Sein und Tun der Musik gewidmet hat? Wenn die Epoche aus der die eigene Geigenkunst stammt, bereits lange der Vergangenheit angehört? Wenn die Finger es einem nicht mehr erlauben, das geliebte Instrument zu spielen? Der zwischen 2009 bis 2017 gedrehte Dokumentarfilm begleitet die Künstlerin Ida Haendel in einer Lebensphase, die in den meisten Biografien ausgespart wird: Dem Alter. Die Zeit, nachdem der letzte Vorhang gefallen ist und ein Alltag eintritt, der zwischen Nostalgie und Lebensfreude, Einsamkeit, Sehnsucht und Hoffnung changiert. Mit viel Humor, Klugheit und ihrer nach wie vor schillernden Persönlichkeit stellt sich Ida Haendel der Herausforderung, ihren Lebensabend selbstbestimmt zu meistern.

White Mama

Sonntag, 20. Oktober 2019, 14:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Zosya Rodkevich und Evgeniya Ostanina, Russland, 2018, 97 Min., 12+
"In Anwesenheit der Regisseurinnen.
Eintritt frei. Mit Voranmeldung."
Alina Makarova ist Mutter von sechs Kindern. Die Kinder haben dunkle Haut, weil ihr Vater, Alinas Ex-Mann, Äthiopier ist. Alinas neuer Mann ist weiß. Da das Paar keine gemeinsamen Kinder bekommen kann, beschließt Alina, einen Jungen zu adoptieren. Einen weißen. Einen schwierigen. Die leiblichen Kinder sind dagegen: sie wollen die Aufmerksamkeit der Mutter nicht mit einem siebten Kind teilen. Doch Alina besteht darauf. Mit Feingefühl und Zärtlichkeit gelingt es ihr, die Familie zu überzeugen, dass der neue kleine Bruder Freude in die Familie bringen wird.

Klein

Sonntag, 20. Oktober 2019, 14:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Sören Wendt, Animation, Deutschland, 2018, 8 Min., 18+

Bei Klein zu Hause gibt es viel Streit, weshalb Groß verschwindet und Klein alleine mit Stark zurückbleibt. Stark ist so mit sich selbst beschäftigt, dass er Klein nicht mehr beachtet. Klein kann weder Stark trösten, noch wird Klein selbst getröstet. Aber zum Glück gibt es noch andere Große, die Klein zuhören und mit denen er über seine Sorgen sprechen kann. Der Animationsfilm basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Stina Wirsén.

Camp on the Winds Road

Sonntag, 20. Oktober 2019, 16:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Nataliya Kharlamova, Russland, 2018, 60 Min., 16+
"In Anwesenheit der Regisseurin.
Eintritt frei. Mit Voranmeldung."
Nach dem Tod ihres Vaters zieht Belekmaa auf seinen Weidegrund. Sie muss ihre Trauer über den ersten großen Verlust in ihrem Leben bewältigen. Sie hofft, ihrem Vater im Traum zu begegnen, bevor der Geist des Verstorbenen nach altem tuwinischen Brauch verköstigt und für ewig verabschiedet wird.
"Preise / Festivals:
- The Message to Man International Film Festival (Sankt Petersburg, 2018, Nationalwettbewerb) – Jury-Diplom “für den Filmschamanismus”
- Visions du Réel – International Film Festival (Nyon, Schweiz, 2019) – besondere Erwähnung der Jury im Wettbewerb der mittellangen und Kurzfilme."

Fatei and the Sea
Abschlussprogramm des Festivals

Sonntag, 20. Oktober 2019, 20:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Alina Rudnitskaya und Sergey Vinokurov, Russland/Polen/Finnland, 2018, 73 Min., 16+
"In Anwesenheit der Regisseurin.
Eintritt frei. Mit Voranmeldung."
Der Film spielt im Fernen Osten, der Pazifikregion Russlands, auf der unbewohnten Insel Rikorda. Der Hauptprotagonist Fatei betreibt zusammen mit seiner Familie eine Unterwasserfarm und züchtet Meeresfrüchte. Durch faszinierende Unterwasser- und Landschaftsbilder erzählt der Film vom Leben eines einfachen Menschen, der mit seiner Umwelt untrennbar verbunden ist.

Land unter Mär

Sonntag, 20. Oktober 2019, 20:00
Ort: Loft „Garage“, ulitsa Garazhnaya, 2
Regie Michael Zamjatnins, Deutschland, 2018, 6:50 Min., 18+

Bei einer Sturmflut, irgendwo an der Nordsee, bricht der Deich. Ein Mädchen mit ihrer Ziege, aber auch eine Ratte und ein Wolf retten sich vor dem Hochwasser auf das Dach einer Kate. Kann das gut gehen?

Events

Animations-Workshop für Kinder

Freitag, 18. Oktober 2019, 12:00-15:00
Ort: Buchhandlung "Katharsis", Ulitsa General-Leytenanta Ozerova, 18a
Mit Gabriel Hageni und Debora Fiora, Kino „Krokodil“, Berlin (Deutschland), 7+
Einst dauerten Filme nur wenige Minuten. Sie waren stumm, liefen in schwarz/weiß und wurden von Erzählern oder Musikern begleitet. Irgendwann kamen Ton und Farbe dazu. Vorstellungsdauer und Leinwände wuchsen. Später machte das Fernsehen dem Kino Konkurrenz. Auch seine Zeit scheint vorbei, denn heute reden alle von netflix und wer will, kann hochaufgelöste 3D Bilder per Brille ganz allein auf dem heimischen Sofa betrachten. Adieu Cinema? 
In seiner Geschichte aber bedeutete Kino nicht immer perfektes Bild und großen Sound, sondern vor allem gemeinsames Sehen. Wenn sich die Zuschauer im Kino in fremden Geschichten auf der Leinwand wiedererkennen, sind sie mit den verschiedenen Reaktionen der Mitsehenden konfrontiert. Immer gilt es Positionen einzunehmen und zwischen richtig und falsch zu entscheiden. Wie hätte ich in dieser Situation entschieden? Beim gemeinsamen Sehen stellen sich solche Fragen noch einmal ganz anders.
Jeder Mensch lebt in seiner Zeit. Der Königsberger Philosoph Immanuel Kant hat weder die große weite Welt, noch das Kino kennengelernt. Er verwies auf die Möglichkeit des Menschen, sein Verhältnis zu den Dingen, zu anderen Menschen und zu sich selbst zu reflektieren und leitete daraus Forderungen für das Handeln ab.
Im Workshop ab 7 Jahren nehmen wir Herrn Kant mit ins Kino, in unsere Zeit und bringen sein Bild in Bewegung. Wir probieren analoge Techniken, die früher vor allem im Underground- und Kunstbereich Anwendung fanden und zeichnen, kleben und kratzen direkt auf echtes 35 mm Material. Dabei sollen kleine Sequenzen, im besten Falle ein ganz kurzer Trickfilm entstehen. Immer noch vorführbar in allen konventionell ausgerüsteten Kinos der Welt.

Workshop "Entwicklung und Konzeption eines dokumentarischen Filmprojektes und sein Weg zum Publikum (Werbestrategien)"

Freitag, 18. Oktober 2019, 13:00-16:00
Ort: Medienzentrum der Baltischen Föderalen Immanuel-Kant-Universität, ulitsa Frunze, 6
Mit Bernd-Günther Nahm, dem Dozenten der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Meiden
Der Workshop befasst sich mit der Entwicklung der Filmprojekte, möglichen Konzepten der Dokumentarfilme und Strategien ihrer Promotion. Wir versuchen gemeinsam folgende Fragen zu beantworten: Wer bin ich? Was will ich? Wonach strebe ich? Welche Aufgaben stelle ich mir? Bernd-Günther Nahm wird erklären, wie man eine Idee für einen Dokumentarfilm entwickelt, ein Exposé und Treatment für die Präsentation des Projektes schreibt, das Konzept und die Zielgruppe des Films bestimmt. Workshop-Teilnehmerinnen – deutsche und russische Studierende –werden ihre Kurzfilme zeigen und ihre Filmideen als Pitching vorstellen. 
Im Dialog zwischen Bernd-Günther Nahm und Teilnehmerinnen werden die Filmideen hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit und Möglichkeit der Distribution diskutiert.

Gäste und Teilnehmer

Arne Sommer

Leiter der Deutsch-Russischen Dokumentarfilmtage in Kaliningrad „Territorium Film“
Arne Sommer ist Leiter der Filmwerkstatt Kiel der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Er hat an Filmhochschulen in Deutschland und England studiert und war seit 1997 freiberuflicher Drehbuchautor (z.B. „Polizeiruf 110: Abseitsfalle“ oder „Klassentreffen“ für die ARD, „Visus – Expedition Arche Noah“ für RTL). Er ist auch Hörspiel- und Jugendbuchautor. Arne Sommer war Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren und Vize-Präsident des europäischen Dachverbandes Federation of Scriptwriters in Europe. Seit dem 1.1.2014 leitet er neben der Filmwerkstatt auch das Filmfest Schleswig-Holstein in Kiel.

Bernd-Günther Nahm

Dozent an der Fachhochschule Kiel Fachbereich Medien
"Bernd-Günther Nahm arbeitete bei Film und Fernsehen sowie als Dozent in verschiedenen Bildungseinrichtungen, u.a. einige Jahre lang in Kamerun, Togo und Jemen. Von 1989 bis 2014 war er Leiter der Filmwerkstatt Kiel, Geschäftsführer der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. und leitete das Filmfest Schleswig-Holstein, das ehemals unter dem Namen „Augenweide“ bekannt war. 2011 gründete er mit Kolleginnen das Dokumentarfilmfestival „Territorium Film“ in Kaliningrad. Ausserdem organisierte Nahm mit Partnern die deutsch-dänische Fortbildungsmaßnahme Filmtrain und war Mitgründer der Cross-Media-Initiative First Motion (10 Partner/7 Ostseeländer). Er kuratierte für das Festival du Cinéma Allemand in Nantes, war Jurymitglied bei internationalen Filmfestivals und Filmförderungen (u.a. bei Dok-Leipzig, MaxOphüls-Preis, den Nordischen Filmtagen Lübeck, der Filmförderung HH-SH und dem Filmbüro Mecklenburg-Vorpommern). Seit 2014 ist er als Hochschullehrer an der FH Kiel und als Coach/Mentor für Film&Medien-Projekte tätig."
Beim diesjährigen Festival leitet Bernd-Günther Nahm den Workshop "Entwicklung und Konzeption eines dokumentarischen Filmprojektes und sein Weg zum Publikum (Werbestrategien)".

Volker Koepp

Regisseur
"In mehr als vierzig Jahren hat Volker Koepp über fünfzig Filme produziert und wurde mit renommierten nationalen und internationalen Preisen bedacht. Er wurde ein Jahr vor Ende des zweiten Weltkrieges in Stettin geboren und wuchs in Ost-Berlin auf. In den 1970er Jahren, nach dem Regiestudium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg, entwickelte er sein filmisches Profil – feinsinnige Betrachtungen von Landschaften und Menschen. Sensibel fragt er seine Protagonisten nach Situationen, Geschichte, nach Heimat aus. Dabei sind Volker Koepps Beobachtungen frei von ideologischen Prämissen. Er läßt den Menschen genügend Platz für ihre Erzählungen. Seit den 1990er Jahren erkundete er filmisch mehr und mehr das östliche Europa. Im Kaliningrder Gebiet drehte er unter anderem seine mehrfach ausgezeichnete Filme „Kalte Heimat“ (1995), „Kurische Nehrung“ (2001), „Holunderblüte“ (2007) und „In Sarmatien“ (2013). "
Beim „Territorium Film“ wird Volker Koepp seinen neuen Film „Seestück“ (2018) vorstellen. Für diesen Film diente die Ostseeküste des Kaliningrader Gebiets wieder als eines der zentralen Drehorte.

Christoph Krüger

Cutter
Christoph Krüger (geb. 1975 in Öttingen) erhielt 2007 das Diplom im Studiengang Montage an der HFF Konrad Wolf in Babelsberg. Seit 2007 ist er Gründer und Geschäftsführer der Postproduktion Konterfei GmbH in Berlin und durchgängig als Cutter für diverse Dokumentarfilme tätig. Er arbeitete oft mit dem Regisseur Volker Koepp zusammen, u. a. an den Filmen "Wiederkehr – Reisen zu Johannes Bobrowski" (2017) und „Landstück“ (2018).
Beim Festival wird er den Film “Seestück” (2018) gemeinsam mit Volker Koepp präsentieren.

Evgeniy Meisel

Schriftsteller, Filmkritiker, Redakteur
Evgeniy Meisel wurde in Leningrad geboren. Er ist Redakteur und Autor der Zeitschrift „Iskusstwo kino“ („Filmkunst“), Chefredakteur der Webseite old.kinoart.ru. Meisel unterrichtet an der Moskauer Schule für die neue Kinokunst. Als Gastdozent ist er an der Moskauer Filmschule, der Schule für die neue Filmkunst in Sankt-Petersburg sowie anderen Hochschulen tätig. Darüber hinaus ist er Kurator der Filmschule „Sodrushestwo“ („Gemeinschaft“, Tiflis – Batumi), arbeitet in den Auswahlkommissionen von internationalen Filmfestivals („East&West“, Moskau, 2015-2017; „Moskowskaja premjera“ 2019 u.a.). Mitglied der Gilde der Filmwissenschaftler und Filmkritiker, Mitglied von FIPRESCI.
Im Rahmen des Festivals wird Evgeniy Meisel den „Runden Tisch“ moderieren.

Alina Rudnitskaja

Regisseurin, Autorin, Kamerafrau
Alina Rudnitskaja wurde 1976 nahe Murmansk geboren. Sie studierte Informatik an der Akademie für Raumfahrt. Einige Jahre später nahm sie ihr Regiestudium an der Universität für Kultur und Kunst in Sankt Petersburg auf und schloss es 2001 erfolgreich ab. Seit ihrem Debüt in 2002 drehte sie mehrere Filme, die international ausgezeichnet wurden, u.a. in Leipzig, London, Madrid, Oberhausen, Paris, Toronto, Sankt Petersburg und Moskau. Sie ist Trägerin des Russischen Nationalen Preises «Lawrowaja wetw» für Dokumentar- und Fernsehfilm sowie des Preises der russischen Gilde der Filmkritiker „Bely slon“.
Alina Rudnitskaja war bereits 2014 beim „Territorium Film“ mit ihrem Film „Blood“(„Кровь», 2013) zu Gast. In diesem Jahr wird sie ihren neuen Film „Fatei and the Sea“ („Фатеич и море“, 2018) zeigen.

Annekatrin Hendel

Regisseurin
"Geboren und aufgewachsen in Berlin, arbeitete Annekatrin Hendel nach Abschluss eines Designstudiums freiberuflich als Kostüm- und Szenenbildnerin. 2004 gründete sie die Filmproduktionsfirma IT WORKS! Medien GmbH und ist dort als Produzentin für Spiel- und Dokumentarfilme, Regisseurin und Geschäftsführerin tätig. Ihr erster Kinodokumentarfilm „Vaterlandsverräter“ wurde bei der Berlinale 2011 uraufgeführt. Ihm Frühling 2012 feierte der Film seine russische Premiere beim Festival „Territorium Film“. Auch Hendels Filme «Anderson», 2014 und «Familie Brasch», 2018 liefen mit großem Erfolg bei diversen Festivals und im Kino. "
Beim diesjährigen „Territorium Film“ wird sie ihren jüngsten Film „Schönheit & Vergänglichkeit“ präsentieren, für den sie auf der Berlinale 2019 den Heiner-Carow-Preis bekam.

Alexandr Markov

Dokumentarfilmemacher und Filmhistoriker
Alexander Markov wurde in Leningrad geboren. 2000 absolvierte er sein Regiestudium an der Universität für Kultur und Kunst; 2004 – das filmhistorische Studium am Russischen Institut für Kunstgeschichte in Sankt Petersburg. Er dreht Dokumentarfilme in Russland und im Ausland. Markov unterrichtet an der Staatlichen Universität für Filmkunst und Fernsehen Sankt Petersburg, arbeitet als unabhängiger Kurator mit dem Goethe-Institut Sankt Petersburg sowie The New York African Film Festival. Im Laufe einiger Jahre arbeitete er am Dokumentarprojekt, das sich mit der Geschichte von groß angelegten sowjetischen Förderungsprogrammen in Afrika auseinandersetzte. Die vorläufige Arbeitsversion des Projekts „Red Africa“ wurde 2016-2017 erfolgreich als eine Installation in London, Bayreuth, Lisbon und Budapest gezeigt.
2018 wurde das Projekt mit dem Release des Dokumentarfilms „Our Africa“ („Наша Африка“) abgeschlossen. Diesen Film wird Alexandr Markov beim „Territorium Film“ persönlich präsentieren.

Arjun Talwar

Regisseur
Arjun Talwar wurde 1984 geboren und wuchs in Bombay auf. Er verließ Indien um an der Universität Stanford Mathematik zu studieren. Er arbeitete als Mathematiker, Karikaturist und Journalist, bevor er sich an der Polnischen Filmschule in Lodz einschrieb. Seine Dokumentarfilme „Where I Can’t Be Found» und «Habitat» feierten beide am Vision du Réel in Nyon Premiere und wurden international ausgezeichnet. 2015 wurde Talwar für den „Manuel Rivera-Ortiz Documentary Prize“ sowie den „Silver Eye Award“ in Jihlava, Tschechien nominiert. Arjun lebt heute in Hamburg und arbeitet in Deutschland, Polen und Indien.
Bei den Filmfesttagen stellt er gemeinsam mit Bigna Tomschin den Film „Der Esel hieß Geronimo“ (2018) vor.

Bigna Tomschin

Regisseurin und Editorin
Bigna Tomschin studierte Film an der Zürcher Hochschule der Künste und arbeitete als Editorin von Spiel- und Dokumentarfilmen für Kino und Fernsehen (ARTE, SRF). Ihr Abschlussfilm «Blue Blue Sky» wurde unter anderem mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. 2014 gründete sie die Produktionsfirma Lo-Fi Films, die unabhängige Dokumentarfilme fürs Kino produziert.
Bei den Filmfesttagen stellt Bigna Tomschin gemeinsam mit Arjun Talwar den Film „Der Esel hieß Geronimo“ (2018) vor.

Gabriel Hageni

Kinobetreiber und Kurator
Geboren 1972 in Freiberg, Sachsen, gründete Gabriel Hageni 2004 in Berlin das Kino Krokodil – ein Programmfilmtheater, das sich auf Filme aus Russland und Osteuropa spezialisiert. Dokumentarfilm spielt im Programm des Kinos eine besondere Rolle. Der spielerische Umgang mit dem Medium liegt Hageni ebenso am Herzen wie die Präsentation der Filmkunst in Verbindung mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen. So lassen sich Schriftsteller für das Projekt „Tangentiale“ von Filmen inspirieren, um Essays zu verfassen. In Workshops zeichnen Kinder unter Hagenis Leitung eigene Animationsfilme auf 35mm Material oder bauen Instrumente zur musikalischen Begleitung eines Stummfilms.
Während der Filmtage wird Hageni gemeinsam mit Debora Fiora den Animations-Workshop für Kinder ab 7 Jahren durchführen.

Debora Fiora

Slavistin und Kuratorin
Geboren in Turin, Italien. Nach einem Magister in den Fächern Slavistik und Germanistik an der Universität Turin, den Studienaufenthalten in Deutschland und Russland zog sie 2003 nach Berlin. Am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin schloss sie ihr Studium der osteuropäischen Kultur und Geschichte mit besonderem Schwerpunkt auf das Medium Film ab. Seit 2004 gestaltet sie gemeinsam mit Gabriel Hageni das Program vom Filmtheater Krokodil, dem auf osteuropäische Filme spezialisierten Berliner Programmkino.
Während der Filmtage wird Debora Fiora gemeinsam mit Gabriel Hageni den Animations-Workshop für Kinder ab 7 Jahren durchführen.

Saskia Wegelein-Golovkov

Ko-Leiterin vom Filmbüro Bremen
Geboren 1971 in München, lebt sie in Bremen. Wegelein-Golovkov studierte Kulturgeschichte Osteuropas, Soziologie, Kulturwissenschaften an der Uni Bremen. 2001 gründete sie die Filmproduktion episode-film und trat als Produzentin für Kurz- und Dokumentarfilme auf. Für "Der Fährmeister“ von Jörg Bruhn erhielt sie den Deutschem Kurzfilmpreis in Silber. Seit 2002 ist sie Mitarbeiterin und seit 2017 Ko-Geschäftsführerin im Filmbüro Bremen. Zu ihren Aufgabenbereichen gehören Filmförderung, Projektbegleitung, Politik und Finanzen. Seit 2016 ist sie Jurorin für die BKM Kurzfilmförderung und Jurymitglied in der Filmbewertungsstelle FBW.
Gemeinsam mit der Regisseurin Christine Jezior wird sie den Film „The Haendel Variations“ (2018) vorstellen.

Christine Jezior

Filmproduzentin, -autorin und Künstlermanagerin
"1961 in Polen geboren, lebt sie seit 1986 in Deutschland. Sie ist Gründerin der Künstleragentur KONZERTAGENTUR 2000 sowie Mitgründerin der Filmproduktionsfirma MAAM (Multimedia, Art and More). Sie ist Vorstandsmitglied des Filmbüro Bremen e.V. Ihre Filmographie beinhaltet zahlreiche bei internationalen Filmfestivals nominierte und ausgezeichnete Dokumentar-Langfilme zu musikbezogenen Themen wie zum Beispiel „I’ll Play It for You“ (2008), „Ida Haendel – This Is My Heritage“ (2011) und „Why Competitions“ (2011). Jezior dreht ebenso experimentelle Musik-Videoclips für zeitgenössische klassische Musik. "
Ihr Dokumentarfilm „The Haendel Variations“ (2018), der im Programm unseres Festivals präsentiert wird, wurde bei den Hofer Filmtagen 2018 für den GRANIT-Dokumentarfilmpreis nominiert und im Rahmen des EFM 2019 auf der Berlinale gezeigt.

Niels Bolbrinker

Regisseur
Größere Bekanntheit erlangte Niels Bolbrinker als Regisseur und Kameramann gesellschaftskritischer Dokumentarfilme wie „Schade, dass Beton nicht brennt“ (1981), „Alles unter Kontrolle. Notizen auf dem Weg zum Überwachungsstaat“ (1983) und „Zwischenzeit“ (1985), für den er den Preis der deutschen Filmkritik erhielt. In „Die Wirklichkeit kommt“ (2014) thematisiert er Angst und Paranoia der modernen Informationsgesellschaft zwischen Big Data und NSA-Skandal.
Anlässlich des 100. Jubiläums des Bauhaus machte Niels Bolbrinker in Zusammenarbeit mit Thomas Tielsch den Film „Bauhaus Spirit“. Der Film wird von den Filmemachern im Festivalprogramm präsentiert.

Thomas Tielsch

Regisseur
Thomas Tielsch arbeitet seit den frühen achtziger Jahren als Autor, Cutter, Regisseur und Produzent. Er ist Gründer der Produktionsfirma Filmtank. Der von Thomas Tielsch produzierte Film „Die Frau mit den 5 Elefanten“ (2009), bei dem Niels Bolbrinker im Übrigen als Kameramann auftrat, porträtierte die berühmte deutsche Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Schweizer Filmpreis als bester Dokumentarfilm, den DEFA-Förderpreis des Filmfestivals DOK Leipzig und war für den Deutschen Filmpreis 2010 nominiert.
Anlässlich des 100. Jubiläums des Bauhaus drehten Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch den „Bauhaus Spirit“ (2018) und werden den Film im Festivalprogramm präsentieren.

Vladimir Vlasov

Kunsthistoriker
Vladimir Vlasov, geb. 1987, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kaliningrader Museum der Schönen Künste. 2010 absolvierte er die Kaliningrader Immanuel-Kant-Universität, Fakultät für Geschichte. 2014 schloss er sein Aufbaustudium am Russischen Institut für Kunstgeschichte, Sankt Petersburg ab. Seine Fachgebiete sind Kunst Deutschlands und Ostpreußens.
Vladimir Vlasov wird einen Einführungsvortrag vor dem Film „Bauhaus Spirit», 2018 halten.

Natalia Kharlamova

Regisseurin
Natalia Kharlamova wurde 1978 in Moskau geboren. Im Jahr 2002 absolvierte sie die Journalistik-Fakultät der Moskauer Staatlichen Universität. Sie war Assistentin des Fotografen und Fotohistorikers Alexander Lapin und arbeitete als Bildredakteurin. Seit 2009 realisierte sie eigene dokumentarische Fotoprojekte, stellte diese erfolgreich aus und ist Preisträgerin von russischen und internationalen Fotowettbewerben. 2017 absolvierte Natalia die Schule ded Dokumentarfilms und Dokumentartheaters von Marina Razbezhkina und Michail Ugarov.
Im Festivalprogramm wird sie ihren Film „Camp on the Winds Road“ („Стоянка на дороге ветра“, 2018) zeigen.

Natalya Kasyanova

Regisseurin
Natalya Kasyanova beendete 2015 Marina Razbezhkinas und Mikhail Ugarovs Schule für Dokumentarfilm und Dokumentartheater. Sie leitete das Labor für visuelle Stadterforschung im Projekt „Die Stadt mit eigenen Händen“ (Chanty-Mansijsk, 2016). 2016 war sie Künstlerin in Residenz beim Festival „Iskra“, Kasan und nahm an der Schau „Start. Prognose-Ausstellung“ in Moskau 2017 teil. Sie ist Kuratorin des Projektes „DK“ – einer Dokumentarfilmreihe in der Stadt Vladimir. 2018 war sie beim Dokumentartheater-Projekt „Selo“ in Chanty-Mansijsk dabei.
Sie wird beim „Territorium Kino“ ihren Film „Lebenszeichen“ („Признаки жизни“, 2018) vorstellen.

Zosya Rodkevich

Regisseurin
Zosya Rodkevich absolvierte 2010 die Schule für Dokumentarfilm und Dokumentartheater von Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov. Sie wirkte an den Dokumentarprojekten „Winter, go away!“ (2012), „The Term“ (2014), „Kiev/Moskva“ (2015) und „Norilskfilm.com“ (2015) mit. 2016 produzierte sie den Film „My Friend Boris Nemtsov“, der mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm beim Krakow Film Festival und mit dem Gran Prix im nationalen Wettbewerb des Festivals „The Massage to Man“, Sankt Petersburg ausgezeichnet wurde.
2018 wurde sie beim „The Massage to Man“ für ihren Film „White Mama“ („Белая мама“, 2018) ausgezeichnet. Diesen Film stellt sie nun gemeinsam mit der Ko-Autorin Evgeniya Ostatina dem Kaliningrader Publikum vor.

Evgeniya Ostanina

Regisseurin
Evgeniya Ostanina studierte Philosophie und Kulturwissenschaft an der Südlichen Föderalen Universität. 2012 trat sie als Cutterin in den Projekten „The Term“ und „Lenta.doc“ auf. 2014 war sie Redakteurin und Regisseurin des Dokumentar-Web-Projektes „Realität“ („Реальность“). Ostanina ist ebenso eine der Ko-Autorinnen des Films „Kiev/Moskva. Teil 1“ (2015), der auf dem Bildmaterial des Web-Projektes „Realität“ basiert und eine besondere Erwähnung beim Festival in Locarno bekam.
2017 debütierte sie als Regisseurin mit dem Langdokumentarfilm „White Mama“ („Белая мама“, 2018), den sie nun gemeinsam mit der Ko-Autorin Evgeniya Ostanina dem Kaliningrader Publikum vorstellen wird.

Sören Wendt

Regisseur, Produzent, Animator
Sören Wendt studierte Visuelle Kommunikation an der FH-Design in Bielefeld. Er arbeitet als Animator, freier Filmemacher und als Medienpädagoge. Er betreute als Regisseur und Produzent zahlreiche Musikvideos, Fernsehspots und Kurzfilme für das Studio Trikk17.
Im Programm des Festivals zeigen wir seine Animation „Klein“ (2018).

Katarina Lundquist

Regisseurin
Katarina “Katta” Lundquist (geb. 1993) ist Regisseurin und CGI-Künstlerin aus Norwegen, die gerade ihr Bachelor-Studium in Computer Grafik am Animation Workshop in Viborg, Dänemark abgeschlossen hat. Sie beschäftigt sich leidenschaftlich mit den 2D- und 3D-Animationen.
Beim Festival wird ihre Animation „Forget me not“ (2019) zu sehen sein.

Michael Zamjatnins

Regisseur, Animator
Michael Zamjatnins (geb.1954 in Eutin) studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch-Gmünd und an der Gesamthochschule Kassel schwerpunktmäßig Animationsfilm bei Jan Lenica. Lebt als freier Grafiker und Filmemacher in Ratzeburg.
Beim Festival ist seine Animation „Land unter Mär“ (2018) zu sehen.

Elena Murganova

Regisseurin
Elena Murganova, geboren in Moskau, schloss 2013 ihr kunstwissenschaftliches Bachelorstudium an der Staatlichen Universität in Sankt Petersburg ab. Im Laufe von drei Jahren arbeitete sie als Kamerafrau und Cutterin beim „Anton`s right here Center“, das sich als eine gemeinnützige Stiftung um Menschen mit Autismus kümmert. 2017 absolvierte Murganova die Marina Razbezhkinas und Mikhail Ugarovs Schule für Dokumentarfilm und Dokumentartheater.
Ihr Abschluss- und Debütfilm „Ingenieur Fedorowitsch“ („Инженер Федорович“, 2018) wird beim „Territorium Kino“ präsentiert.

Vladislav Oleynik

Animator
1980 in Moskau geboren, studierte er Philosophie an der Lomonosov-Universität. Seit 2006 beschäftigte er sich mit flash-Animation und arbeitete in der Computerspielindustrie. Seit einigen Jahren lebt er in Tschernjachowsk (Insterburg). Er produziert Animationen für Erwachsene und Kinder.
Im Programm der Debütkurzfilme „Der Anfang“ wird er seine Filme „In Tschernjachowsk nichts Neues“ („В Черняховске ничего не происходит“, 2019) und „Erjoma&Druzhe – ‚Verwandte‘“ („Ерёма & Друже – ‚Родные‘“, 2019) zeigen.

Alicia Windzio

Studentin der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Media
Studiert im 7. Semester Multimedia Production. Liebt es kreativ zu arbeiten, sowohl auf Film, als auch auf Storytelling bezogen. Mag es, Prozesse von Grund auf anzugehen und greift dabei gerne auch auf Basteltechniken zurück. „Mir sind Dokumentarfilme deshalb wichtig, da sie mich selbst und andere an Wissen bereichern. Ich möchte mit ihnen etwas bewirken können, besonders im Sinne der Aufklärung“ (Alicia Windzio).
Im Programm der Debütkurzfilme „Der Anfang“ wird sie den Film „Mettenhof» (2019) mitpräsentieren, der von den Studierenden der Fachhochschule Kiel gedreht wurde.

Tyadina Lahmann

Studentin der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Media
23 Jahre alt. Studiert Multimedia Production an der Fachhochschule in Kiel. Neben dem Studium arbeitet Tyadina Lahmann in der Online-Redaktion des Norddeutschen Rundfunk (NDR). Wenn sie unterwegs ist, hat sie meistens einen Schreibblock und eine Kamera dabei.
Im Programm der Debütkurzfilme „Der Anfang“ wird sie den Film „Mettenhof» (2019) mitpräsentieren, der von den Studierenden der Fachhochschule Kiel gedreht wurde.

Alexandr Pusko

Kameramann, Regisseur
Alexandr Pusko absolvierte 2016 die Immanuel-Kant-Universität im Fach Programmierer-Mathematiker. Als Student reiste er viel per Anhalter. Auf Reisen, die er praktisch ohne Geld unternahm, lernte er, wie unterschiedlich Menschen und Orte sind. Daraus entstand der Wunsch, diese sehr unterschiedliche Realitäten zu dokumentieren. Seit 2017 beschäftigt er sich intensiv mit Film und Video. Er arbeitete als Kameramann in vielen Städten und Regionen Russlands sowie in Österreich und Abchasien.
Im Programm der Debütkurzfilme „Der Anfang“ wird er seinen Film „KaliningrART.doc“ (2019) zeigen.

Fotoarchiv

Rückblicke Festival 2019
Animations-Workshop für Kinder
mit Gabriel Hageni und Debora Fiora, den Betreibern des Kinos „Krokodil“, Berlin. Foto Lera Vinograd.